Fußball-Oberliga

RSV: Trotz schwerer Beine ein 2:0-Erfolg gegen das Schlusslicht

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Seinen ersten Oberliga-Treffer im RSV-Trikot erzielte Mittelfeldspieler Can Sakar, der in dieser Szene allerdings nicht am guten Hammer Torhüter Frederic Westergerling vorbeikommt.

Meinerzhagen – Obwohl die Beine zwischenzeitlich doch sehr schwer waren, hat der RSV Meinerzhagen vier Tage nach der Pokal-Gala gegen die Sportfreunde Lotte auch die nächste Oberliga-Hürde genommen. Mit 2:0 (1:0) bezwang er am Sonntagnachmittag Tabellenschlusslicht Hammer SpVg und mischt damit weiterhin an der Spitze des westfälischen Fußball-Oberhauses mit.

Die Startformation des RSV erfuhr im Vergleich zu Mittwoch gleich sechs Änderungen, von denen zwei unfreiwilliger Natur waren: Abwehrchef Sven Wurm musste wegen neuerlicher Leistenprobleme passen, und bei „Sechser“ Hakan Demir streikten beim Aufwärmen die Adduktoren. 

Trotzdem legten die Meinerzhagener eine gute erste halbe Stunde hin und gingen nach etwas weniger als einer Viertelstunde Spielzeit auch in Führung: Adil Elmouedens Linksflanke zimmerte Can Sakar volley in den Winkel. Schon fünf Minuten zuvor hatten die RSV-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen gehabt, doch Gäste-Keeper Frederic Westergerling lenkte Fisnik Zejnullahus Elfmeter an den Pfosten; den Nachschuss jagte Ewald Platt in die Wolken. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Almin Spahic an Meinerzhagens Torjäger Ron Berlinski. 

Nachdem Sakar mit seinem ersten Saisontor dann Versäumtes nachgeholt hatte, bot sich den Platzherren eine ganze Handvoll weiterer guter Gelegenheiten. Allein: Der RSV traf nicht, und Westergerling wurde zum besten Akteur einer um Ordnung bemühten, aber harmlosen Hammer Mannschaft, die mit dem Ein-Tor-Pausenrückstand wahrlich sehr gut bedient war. 

Wenn Platt auf dem Flügel zum Tanz bittet

Mit Wiederbeginn jedoch passierte das Unerwartete: Plötzlich übernahmen die Gäste das Kommando an der Oststraße – nicht weil sie spielerisch glänzten, sondern weil sie sich verbissen in die Partie hineinarbeiteten. Derweil lief der Motor der Meinerzhagener nur noch auf Reserve, und bei Halil Dogans Schuss ans Außennetz (62.) und vor allem Mergim Deljius Pfostentreffer (65.) flackerte kurzzeitig sogar die rote Lampe auf.

Dafür, dass der RSV wieder in die Spur fand, sorgten wenig später zur sichtlichen Erleichterung des Tabellenzweiten jedoch Linksaußen Platt und Lotte-Held Berlinski: Auf dem Flügel bat Platt seinen Gegenspieler Mohammed El Gourari zum Tanz, und die folgende Hereingabe wuchtete Berlinski mit dem Kopf ins Tor (70.). Die Wirkung dieses 2:0 zeigte sich postwendend, denn wie auf Knopfdruck war auf der einen Seite nun die fußballerische Leichtigkeit zurück und gingen auf der anderen Seite die Köpfe nach unten. 

So hätten die auch darauf hinarbeitenden Gastgeber am Ende sogar noch einen dritten oder vierten Treffer nachlegen können, was angesichts der Hammer Mentalitätsleistung ab Minute 46 des Guten aber auch zu viel gewesen wäre. Am Ende konnten beide Parteien mit dem Resultat gut leben – die Gäste wegen ihrer für kommende Aufgaben Mut machenden guten Phase, die Meinerzhagener ob der letztlich gut über die Bühne gebrachten Rückkehr in den Alltag. Und Grund zur Freude hatte auch RSV-Innenverteidiger Nils Buchwalder noch – darüber nämlich, dass er bei El Gouraris rüder Attacke unverletzt blieb (82.), die Schiedsrichter Ernst überraschenderweise nicht einmal eine Gelbe Karte wert war.

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