Fußball

Nicht „ausgucken“ lassen

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Pascal Beilfuß (rechts), RSV-Neuzugang aus Iserlohn, kam bei den Meinerzhagenern bislang nur als Ergänzungsspieler zum Zuge.

Meinerzhagen – Tabellenplatz zwölf, bislang ein Sieg, eine Niederlage und zwei Unentschieden – die Start-Bilanz des FC Gütersloh, der morgen ab 15 Uhr beim RSV Meinerzhagen zu Gast ist, liest sich äußerst unspektakulär. Und in gewisser Weise ist das sogar stimmig: Für Mutlu Demir, den stets bestens auf den Gegner vorbereiteten Trainer der Volmestädter, ist der FCG nämlich „die Mannschaft, die am meisten unterschätzt wird“.

Demirs These stützt sich einerseits auf Güterslohs Endplatzierung in der vergangenen Saison: Rang zehn spiegelt die starke Rückrunde der Ostwestfalen nicht wider. Überwintert hatte der FCG noch als Schlusslicht, holte in der Rückserie dann aber doppelt so viele Punkte wie in der Hinrunde. Zum anderen konnten sich die bisherigen Darbietungen der Gütersloher sehen lassen, was die Ergebnisse ebenfalls nur bedingt abbilden. Einem 1:1-Auftaktremis im Derby gegen den SC Wiedenbrück folgten ein 1:0-Sieg beim ASC Dortmund, eine 3:5-Niederlage beim mit gleich sechs Profis angetretenen SC Paderborn II und zuletzt ein wegen des in der Nachspielzeit kassierten Ausgleichs sehr unglückliches 1:1 gegen die TSG Sprockhövel. Kurzum: Der sonntägliche RSV-Kontrahent ist besser, als es ein Blick aufs Klassement vielleicht vermuten lässt.

Demir vor Gütersloh gewarnt

„Eine sehr geschlossene Mannschaft, deren Stärke die Kompaktheit ist“, charakterisiert Mutlu Demir den FC Gütersloh, der in Mittelfeldakteur Kaptan seinen „Leader“ hat und bevorzugt im 4-4-2-System aufläuft. Aber apropos System: Was den RSV angeht, so hat sich dieser auch diesbezüglich weiterentwickelt und tritt in dieser Saison von der Raumaufteilung her variabler auf. Basis ist weiterhin das bewährte 4-1-4-1, das bei offensivem Ballbesitz wie gewohnt in ein 4-3-3 übergeht. Zuletzt jedoch agierte „Sechser“ Hakan Demir mehrfach quasi als Libero, und jüngst in Dortmund rückten die Außenverteidiger sehr weit nach vorn – mit dem Resultat, dass aus der Vierer- eine Dreierabwehrkette wurde. „Diese Flexibilität“, sagt Mutlu Demir, „möchten wir auch weiterhin beibehalten. Denn wenn du nur ein System drauf hast, bist du schnell ausgeguckt.“

Und ausgucken lassen wollen sich die Meinerzhagener speziell morgen nicht; schließlich ist die Gütersloh-Partie bis Ende September erst einmal das letzte Heimspiel. Ehe der TuS Erndtebrück an der Oststraße vorstellig wird (29.9.), geht’s für den RSV nämlich gleich vier Mal hintereinander in die Fremde: Dem Westfalenpokal-Zweitrundenspiel in Finnentrop am Mittwoch nächster Woche folgen Auswärtsbegegnungen in Sprockhövel (15.9.) und Paderborn (22.9.) sowie das Kreispokal-Duell mit dem B-Ligisten TuS Versetal (25.9.).

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