Fußball-Oberliga Westfalen

Demir: "Unter Druck haben wir die besten Spiele gezeigt"

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Mutlu Demir nimmt die Herausforderung gegen den SC Wiedenbrück an.

Meinerzhagen – Zufriedenheit? Nein, dieser Gemütszustand spielt an der Meinerzhagener Oststraße aktuell eine untergeordnete Rolle. 180 Oberliga-Minuten hat Aufsteiger RSV Meinerzhagen absolviert – mit eher bescheidener Ausbeute von einem Zähler und 1:5 Treffern.

Zwischendrin der fulminante Pokalsieg über den SC Verl, der angesichts von Platz 16 im Liga-Betrieb allerdings rasch verblasst ist. In dieser Gemengelage kommt am Sonntag ein richtig starker Gegner ins obere Volmetal. Der Tabellenzweite SC Wiedenbrück gibt ab 15 Uhr seine sportliche Visitenkarte im Volmetal ab. 

Nun ist die Serie noch jung, doch RSV-Trainer Mutlu Demir ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass die Vokabel vom sich sukzessive aufbauenden Druck dieser Tag nicht mehr weit ist im Umfeld der Blau-Weißen. „Wenn von Druck die Rede sein sollte“, geht Demir die Thematik offensiv an, „dann nehmen wir das als Mannschaft auch an. Unter Druck haben wir bisher immer unsere besten Spiele gezeigt.“ 

Entgegenkommen könnte den Gastgebern dabei, dass der Gast aus dem Ostwestfälischen kaum als tief stehende Einheit daherkommen wird. „Wiedenbrücks Spiel ist sehr offensiv angelegt. Ich gehe von einem Spiel aus, in dem sich beide Mannschaften nicht verstecken werden“, nennt Demir den Tabellenzweiten einen „Meisterschaftsfavoriten“. Allerdings: Trotz des gelungenen Saisonstarts mit vier Zählern aus zwei Spielen (1:1 beim FC Gütersloh, 5:2-Heimsieg über die TSG Sprockhövel) ist beim SCW keine Euphorie ausgebrochen. 

„Es ist jetzt nicht so, als würden wir jubelnd durchs Dorf rennen“, sagt Trainer Björn Mehnert, was auch mit der aktuellen Personallage zu tun hat. Denn: Stürmer Daniel Latkowski brach sich am vergangenen Sonntag im Spiel gegen Sprockhövel das Wadenbein, wurde inzwischen erfolgreich operiert, wird aber für mehrere Monate ausfallen. Entsprechend hält man in Ostwestfalen aktuell die Augen offen nach einem wechselwilligen Offensivmann. Zum Saisonstart des RSV hat Mehnert eine dezidierte Meinung, erwartet einen hochmotivierten Gegner. Dem wird so sein. 

Fragezeichen hinter Tim Treude und Julian Jakobs

„Die Zuschauer können sich auf ein tolles Spiel bei tollen Wetter freuen“, wirbt Mutlu Demir für die Partie. Knapp 30 Grad sind für Sonntagnachmittag prognostiziert, was automatisch die Frage nach der Bespielbarkeit des Stadions an der Oststraße (Stichwort: Kunststoffgranulat) nach sich zieht. Mutlu Demir sieht Einschränkungen pragmatisch. „Das Granulat könnte wieder klebrig werden, aber wir haben aufgehört, uns darüber aufzuregen.“ 

Keine Ausredensuche im Vorfeld also, dafür ein geschärftes Bewusstsein dafür, was besser werden muss. „Unsere spielerische Überlegenheit muss sich auch in Toren widerspiegeln“, fordert der Coach, „Fußball ist und bleibt ein Ergebnissport.“ Die Veränderungen im Kader halten sich derweil in Grenzen. Nik Kunkel und Mathieu Bengsch fehlen verletzungsbedingt weiterhin, auch der zuletzt kranke Nils Buchwalder wird wohl nicht zur Verfügung stehen. Ob Tim Treude und Julian Jakobs gegen den Tabellenzweiten mitwirken können, entscheidet sich kurzfristig. Dafür steht der zuletzt fehlende Neuzugang Adil Elmoueden nach beendeten Urlaub wieder zur Verfügung.

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