Fußball-Oberliga

Buchwalder und Kunkel schießen RSV am Rothaarsteig zum Sieg

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Abgeklärt löste der RSV Meinerzhagen seine Auswärtsaufgabe in Erndtebrück.

Erndtebrück – Erneut ein Donnerstagabend, erneut ein Auswärtsspiel – das ist für Amateurfußballer gemeinhin nur bedingt vergnügungssteuerpflichtig, doch der RSV Meinerzhagen knüpfte beim TuS Erndtebrück dort an, wo er eine Woche zuvor in Clarholz aufgehört hatte. Dank einer souveränen Vorstellung sicherte sich der heimische Fußball-Oberligist die nächsten drei Punkte, siegte in der Pulverwaldkampfbahn mit 2:0 (2:0).

Bei leichtem Nieselregen begann der RSV bissig und druckvoll. Weil er obendrein konzentriert nach hinten arbeitete, hatte er die quirligen Gastgeber sogleich gut im Griff und setzte in der Vorwärtsbewegung schon in der Anfangsphase Akzente. Ein ruhender Ball war in der zehnten Spielminute dann Ausgangspunkt des frühen Meinerzhagener Führungstores: Nik Kunkels Freistoßflanke legte Til Bauman am langen Pfosten zurück nach innen, wo Nils Buchwalder die Kugel nur noch über die Linie befördern musste. 

Dieses 1:0 half dem RSV, die Spielkontrolle nun vollends zu übernehmen. Der TuS Erndtebrück suchte im Mittelfeld zwar immer wieder seinen zentralen Anspielpunkt Sosuke Fukuchi, aber kompakte und zweikampfstarke Meinerzhagener stellten gekonnt dessen Passwege nach vorn zu. Nahezu logisch war deshalb, dass sich der Westfalenpokalsieger weitere Tormöglichkeiten erspielte: Ron Berlinskis Kopfball nach Tomasello-Pass parierte TuS-Schlussmann Jonas Brammen stark (15.), und nach Raphael Gräßers Hereingabe setzte der RSV-Mittelstürmer den Ball knapp über die Querstange (19.). 

Auf der Gegenseite ließ der stramme Rechtsschuss des nach innen gezogenen Erndtebrücker Linksaußen Ahmad Ibrahim (30.) nur kurzzeitig aufhorchen. Stattdessen trafen acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff abermals die Gäste, weil Kunkel aus 22 Metern Maß nahm und für den 2:0-Pausenstand sorgte. Weil der RSV das Heft auch im zweiten Durchgang in der Hand behielt, brannte bis zum Ende nichts mehr. 

Beilfuß-Schlenzer ans Giebelkreuz

Zwar agierten die Meinerzhagener nicht mehr so dominant wie in Hälfte eins, doch wenn sich die Erndtebrücker im Mittelfeld einmal entscheidend durchsetzten, war die aufmerksame Fünferkette des RSV Meinerzhagen zur Stelle. Dementsprechend blieben die zweiten 45 Minuten in puncto Strafraumszenen ereignisarm. 

„Wir hätten die eine oder andere Situation sauberer ausspielen müssen“, stellte Trainer Mutlu Demir nach dem Schlusspfiff zwar fest, zeigte sich mit der abgeklärten Darbietung seiner Elf jedoch zufrieden. Die beste Torchance nach der Pause hatte der früh für Marcel Kandziora (Wadenverletzung) eingewechselte Pascal Beilfuß, sein Schlenzer landete indes am Giebelkreuz des Erndtebrücker Gehäuses (88.).

Am Sonntag geht es zu Westfalia Herne

Zweieinhalb Tage nach dem Südwestfalenderby in Erndtebrück geht es für den RSV Meinerzhagen schon wieder auf Reisen: Um 15.15 Uhr wird am Sonntag das Auswärtsspiel der Volmestädter beim SC Westfalia Herne angepfiffen. An das traditionsreiche Stadion am Schloss Strünkede, das seit dieser Saison den Namen Edi-Arena trägt, hat der RSV gute Erinnerungen: Vor elf Monaten gewann er dort mit 3:0. Favorisiert sind die Meinerzhagener auch übermorgen, zumal die Herner auch nach ihrem fünften Saisonspiel noch sieglos sind.

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