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Fußball-Oberliga: Eine Aufstiegsrunde dürfte ein frommer Wunsch bleiben

Trainer und Spieler beim Fußball am Rande
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In der Fußball-Oberliga und damit auch bei Mutlu Demir und dem RSV Meinerzhagen wird über eine Aufstiegsrunde diskutiert.

In der Oberliga Westfalen wird die Möglichkeit einer Aufstiegsrunde diskutiert. Wahrscheinlich ist es aber nicht, dass eine solche stattfinden wird.

Meinerzhagen - Allerspätestens seit Bekanntwerden der Laschetschen Überlegungen in Sachen Brücken-Lockdown dürfte in der Fußball-Oberliga Westfalen auch dem letzten Optimisten klar sein: Das gibt ganz gewiss nichts mehr mit der Saison 2020/21.

87 der 420 angesetzten Spiele sind absolviert – 123 Partien müssten also noch stattfinden, um überhaupt auf die für eine Wertung der Saison erforderliche Zahl von 210 Begegnungen zu kommen.

Zu absolvieren gilt es bis zum 30. Juni demnach noch zwölf komplette Spieltage sowie drei weitere Partien. Ganz abgesehen davon, dass ein Startdatum in Ermangelung eines politischen „Go“ sowieso nicht in Sicht ist, ist auch für den unwahrscheinlichen Fall eines zeitnahen Re-Starts zu bedenken: Wir reden immer noch über Amateursport. Und weitere Corona-bedingte Ausfälle, wie sie derzeit zum Beispiel die 2. Fußball-Bundesliga vermehrt erlebt, sind bei dieser Modellrechnung noch gar nicht eingepreist.

Fußball-Oberliga: Aufstiegsrunde dürfte frommer Wunsch bleiben

Wohin das Ganze läuft, liegt vorbehaltlich der frühestens für Ende April zu erwartenden Verkündung einer Saisonannullierung durch den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen also auf der Hand. Trotzdem macht sich in diesen Tagen in der und um die Oberliga Hektik breit. Von einer möglichen Aufstiegsrunde derjenigen sechs Vereine, die in den letzten Wochen vorsorglich die Regionalliga-Zulassung beantragt haben, ist da die Rede.

Nun: Grundsätzlich würde das Reglement eine solche Aufstiegsrunde wohl hergeben. Die Spielordnung erlaubt den spielleitenden Stellen nämlich „abweichende Regelungen zum Modus der Austragung einer Spielklasse oder Spielgruppe“ – auch dann, „wenn bereits begonnene Rundenspiele einer Spielklasse oder Spielgruppe aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden können“.

Verbandsseitig ist zu diesem Thema nur die inzwischen eineinhalb Wochen alte Aussage verbrieft, dass ein solches Szenario nicht geplant sei. Dass es trotzdem noch zu einem solchen kommt, ist kaum vorstellbar – allein deshalb, weil der Gegenwind aus der Regionalliga immens sein dürfte.

In dieser Spielklasse wird am Ende jedes Team 40 Partien absolviert haben; sollten Mannschaften zu Gunsten von Oberligisten absteigen müssen, die – Aufstiegsrunde hin oder her – nur einen kümmerlichen Bruchteil dieses Pensums bewältigt haben, ist vorgezeichnet, was passieren wird. Dann übernehmen die Juristen – und genau das werden die Verbandsoberen tunlichst vermeiden wollen.

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