Fußball

Es droht „ein Hauen und Stechen“

Julian Jakobs (RSV Meinerzhagen)
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Julian Jakobs (links) und der RSV Meinerzhagen müssen sich auf einen veränderten Austragungsmodus einstellen.

In der anstehenden Spielzeit weicht die Fußball-Oberliga Westfalen vom gewohnten Modus ab.

Meinerzhagen – Die Würfel sind gefallen: In der kommenden Saison erwartet Westfalens Oberliga-Fußballer ein anderer Modus als das gewohnte System mit Hin- und Rückrunde. 2021/22 werden die Vereine bis Ende März zunächst eine einfache Serie bestreiten, an deren Ende die Liga dann zweigeteilt wird: Die besten zehn Mannschaften spielen um den Aufstieg, die Teams ab Rang elf abwärts gegen den Abstieg. Beides ebenfalls in einer Einfachrunde, in die sämtliche während der ersten Saisonhälfte gesammelten Punkte mitgenommen werden.

Die Entscheidung für den geänderten Austragungsmodus machte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) am Freitagmittag öffentlich. Mit diesem Modell soll einem möglichen Terminchaos vorgebeugt werden, das in der 21 Vereine starken Spielklasse angesichts von 40 Partien pro Team durchaus hätte drohen können. Denn nennenswerten Raum für Nachholpartien hätte das klassische System kaum hergegeben.

1. FC Kaan-Marienborn enthält sich

Vorausgegangen war der Verbandsentscheidung eine virtuelle Tagung der Oberliga-Vereine, bei denen letztere aus zwei Varianten wählen konnten. Wirklich erhellend war das Ergebnis der Abstimmung nicht: Zehn Stimmen für das herkömmliche Modell mit kompletter Hin- und Rückrunde standen ebenfalls zehn für die Variante mit Auf- und Abstiegsrunde gegenüber. Nicht zu einer Meinung konnten sich die Vertreter des Siegener Klubs 1. FC Kaan-Marienborn durchringen, die sich ihrer Stimme enthielten. So oder so hatte aber ohnehin der FLVW das letzte Wort.

Der heimische RSV Meinerzhagen hatte für die klassische Variante votiert. „Wir haben es sportlich und wirtschaftlich gesehen“, begründet Trainer Mutlu Demir. Der nun entgegen dem RSV-Wunsch zur Anwendung kommende Modus mache es seiner Elf nicht leichter, führt Demir weiter aus: „Wir werden ohnehin mit einer Mannschaft ins Rennen gehen, die viel Substanz eingebüßt hat. Und nun wird es erst recht ein Hauen und Stechen geben, nachdem es schon in den letzten Jahren um Platz zehn herum immer eng war. Und in der zweiten Saisonhälfte ist dann praktisch jedes Spiel ein Endspiel.“

Was die finanzielle Seite angeht, so hätte eine herkömmliche Saison den Vereinen 20 Heimspiele garantiert, beim System mit Auf- und Abstiegsrunde ist das jedoch nicht der Fall. Und das, da ja bekanntlich gerade der RSV Meinerzhagen jeden Euro gut gebrauchen kann...

Stark differierende Zahl an Heimspielen droht

Hintergrund: Durch die Zweiteilung nach der Hinserie ist es unvermeidlich, dass die Anzahl an Heim- und Auswärtsspielen teilweise sogar beträchtlich variieren wird. Wort-Case-Szenario: Eine Mannschaft hat in der zweiten Saisonhälfte nur noch Auswärtsspiele, weil sie in der Hinrunde bereits alle Teams ihrer weiterführenden Runde zu Hause empfangen hat...

Wie auch immer: Auftakt zur Oberliga-Saison 2021/22 ist am 29. August, mit dem 16. Spieltag wird es am 12. Dezember in die Winterpause gehen. Weiter geht’s am 20. Februar 2022, abgeschlossen sein wird die Einfach-Runde am 27. März. Startschuss für Auf- und Abstiegsrunde ist am 10. April, letzter Spieltag am Pfingstmontag, 6. Juni.

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