Fussball: A-Liga

„Klassenerhalt ist nicht unmöglich“

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Haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben (v.l.): SCL II-Trainer Markus Nowak und Koordinator Marc Meiners.

Lüdenscheid - Zwölf Spiele, vier Punkte bei nur einem Sieg, Tabellenletzter mit bereits neun Zählern Rückstand zum rettenden Ufer – es deutet einiges darauf hin, dass es für die neuformierte Zweitvertretung des SC Lüdenscheid nach nur einem Jahr im Kreisliga-Oberhaus direkt zurück in die B-Liga geht.

Rückblick: Groß war die Freude bei den Wehberg-Kickern, nachdem Mitte Juni in einem Entscheidungsspiel gegen den VfB Altena (4:1) der Aufstieg perfekt gemacht worden war. Doch der damalige Kader hat mit dem aktuellen kaum noch etwas zu tun. 

Das Gros der Spieler rückte in die „Erste“ auf, Thielicke-Nachfolger Markus Nowak hatte mit dem verblieben Rest, zu den Senioren aufgerückten A-Jugendlichen und zahlreichen Zugängen aus zumeist unteren Ligen einen fast kompletten Neuaufbau zu bewältigen. 

Und der ließ sich sportlich erstaunlich gut an: zum Auftakt ein 3:3 gegen die eigene „Erste, im dritten Spiel gegen den Kiersper SC II der erste Sieg (4:2). Doch das war es dann schon, in der Folge setzte es neun Niederlagen am Stück. Teils sehr happige, aber auch knappe wie das 2:3 gegen Rönsahl, 1:2 gegen Versetal und ein unglückliches 0:2 beim TuS Ennepe. 

„Angesichts der personellen Besetzung war es ja völlig klar, dass es für uns nur um den Klassenerhalt gehen kann. Von daher kommt es jetzt nicht unerwartet, dass wir da stehen, wo wir stehen. Ein paar Punkte mehr hätten es aber sein können, doch es gibt auch Gründe, dass es nach dem für uns sehr guten Auftakt so bergab gegangen ist“, ist für Nowak die außerordentliche Anzahl von Ausfällen der Knackpunkt gewesen: 

„Ich bin ja schon ein paar Tage im Geschäft, aber so eine Misere habe ich noch nicht erlebt. Wir hatten teils 12, 13 Verletzte auf einen Schlag, sodass immer wieder improvisiert werden musste. Und wenn du ohnehin eine neue Mannschaft hast, die nicht eingespielt ist und dann von Sonntag zu Sonntag eine andere Mannschaft aufstellen musst, kann daraus schlichtweg keine Einheit entstehen.“ 

Zum Großteil sind diese Wehwechen zwar auskuriert, die seit nunmehr zweieinhalb Wochen laufende Vorbereitung hat mit André Heubusch und Henrik Bitter (beide umgeknickt) allerdings zwei neue „Opfer“ gefordert. 

Dazu kommen nach dem beruflich bedingten Abgang von Keeper Jonas Santen (schon während der Hinrunde) drei weitere: Manuel Desens und Dominik Garbisch zieht es zum SSV Lüdenscheid, Youngster Lukas Hömberg legt eine Fußballpause ein. Dafür wechselt Schlussmann Patrick Jürgens von Polonia Lüdenscheid zum Wehberg. 

„Wir müssen der Realität ins Auge blicken, es wird schwer. Aber noch stehen 16 Spiele aus, da ist eine Menge möglich. Ich bin weiter davon überzeugt, dass Potential vorhanden ist, um den rettenden Platz 13 zu erreichen“, ist die Mission Klassenerhalt für Nowak keine unmögliche. 

Festgezurrt sind bis dato drei Testspiele: am 4. Februar bei TuRa Brügge, am 7. Februar beim SSV Lüdenscheid und am 11. Februar gegen Portugues Lüdenscheid.

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