Das Aufstiegsendspiel steigt in seiner Stadt

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Ein Bergstädter auf dem Sprung in die Westfalenliga: Niko Konstantinidis (SpVg Olpe, links).

Lüdenscheid - Es ist das Spiel des Jahres – und die Rückkehr in seine Stadt: Am Donnerstag um 19 Uhr spielt im Nattenberg-Stadion die SpVg Olpe gegen den Kirchhörder SC um den Aufstieg in die Westfalenliga. Mittendrin der Lüdenscheider Niko Konstantinidis, der mit seinen Olpern die starke Saison, die das Team vom Kreuzberg auf Platz zwei der Landesliga 2 abschloss, krönen möchte.

Von Thomas Machatzke 

„Wir glauben voll an uns, schließlich haben wir nun 24 Spiele in Folge nicht mehr verloren. Das muss man erst mal schaffen“, sagt der kleine, schnelle Mittelfeldspieler, der sportlich in Olpe heimisch geworden ist. In der Saison 2012/13 – die SpVg war gerade nach vier Spielzeiten aus der Westfalenliga abgestiegen – hatte es Konstantinidis noch einmal in seinem Lüdenscheid probieren wollen. Bei seinem SV Hellas. Es war aber nicht das, was er erhofft hatte. Nach sieben Jahren in Olpe war Konstantinidis verwöhnt von Dingen, die er in Lüdenscheid nicht antraf. „Die Trainingsbeteiligung ist in Olpe eine ganz andere“, sagt er. Ein Jahr schaute er sich das an, dann zog es ihn zurück zum Kreuzberg.

Ein voller Kader beim Training ist schön, für Konstantinidis allerdings war es zuletzt ein Bumerang. Weil er im Schichtdienst arbeitet, fehlte er in den vergangenen Wochen häufiger bei den Übungseinheiten. 25 Spiele hatte er quasi durchgespielt, zuletzt allerdings ist er dreimal in Folge nur eingewechselt worden. „Ob ich gegen Kirchhörde von Anfang an spiele? Ich habe in der vergangenen Woche auch nur einmal trainieren können...“, sagt Konstantinidis und hat so seine Zweifel. Sein Trainer ist Ottmar Griffel – und der Ex-Goalgetter von Rot-Weiß Lüdenscheid hat da durchaus seine Prinzipien, mit denen er ganz gut fährt.

Schade wäre es für den flinken Griechen, denn aus Lüdenscheid werden ihn zahlreiche Fußballfans am Nattenberg unterstützen. Dass dürfte die Lüdenscheider Rot-Weißen freuen, die sich als Ausrichter des Relegationsspiel natürlich eine ordentliche Kulisse im reaktivierten Hauptstadion wünschen. Aus Kirchhörde immerhin sind zwei Fanbusse angekündigt. Der erste fährt heute schon um 15.30 Uhr los.

Die Dortmunder Kicker aus Kirchhörde haben auch den Traum, eine tolle Saison zu krönen. Sie spielen erst seit zwei Jahren in der Landesliga – der Trainer Adrian Alipour hat den Besuch am Nattenberg deshalb zum „wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte“ erklärt. Für die Olper dagegen wäre es im Falle des Sieges die Rückkehr in eine gut bekannte Fußball-Umgebung in der Westfalenliga. „Wir sind zuversichtlich“, sagt Konstantinidis, der die Kirchhörder nicht kennt, aber das Zahlenwerk. Der KSC hat 48 Punkte geholt in 28 Saisonspielen der Staffel 3, das waren zwölf Punkte mehr als der Tabellenwölfte dieser Landesliga. Die Olper holten in 30 Spielen 65 Punkte – zwölf mehr als der Tabellendritte. Das klingt weitaus imposanter. Was es wert ist, muss sich am Nattenberg zeigen.

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