Fußball

Glücklicher Schiedsrichter: "Das war ein richtiger Sonntag"

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Schiedsrichter Nick Aßmann (im Hintergrund) leitete am Sonntag in Dahle das erste Testspiel im Fußballkreis Lüdenscheid in Zeiten der Pandemie.

Altena – Es war ein Testspiel zwischen einem C- und einem B-Ligisten und doch eine ganz besondere Partie, die Schiedsrichter Nick Aßmann da am Sonntag auf dem Lindscheid anpfiff. Nach monatelanger Corona-Zwangspause leitete der 23-jährige Lüdenscheider den allerersten 90-Minüter, der seit Mitte März im Seniorenbereich des Fußballkreis Lüdenscheid stattgefunden hat.

FC Altena 69 gegen den SSV Lüdenscheid lautete die Partie, die rund 50 Zuschauer verfolgten. „Es hat richtig Spaß gemacht, wieder ein Spiel zu leiten, das hier im Kreis ja auch das allererste war seit Monaten. Es war wieder ein richtiger Sonntag“, sagt Nick Aßmann, der am 8. März das Punktspiel SpVgg Nachrodt gegen die SF Sümmern (0:3) im Iserlohner Kreisoberhaus leitete. 

Dann kam Corona und legte die Sportwelt für Wochen still. Die Amateursaison 19/20 wurde später abgebrochen. Für Aßmann und seine zahlreichen Schiedsrichterkollegen gab es nichts mehr zu pfeifen. Bis Sonntag. „Ich habe mich sehr gefreut, dass mich Martin Stanczyk für das erste Spiel angesetzt hat“, betont Aßmann, der seit 2011 Schiedsrichter ist und Punktspiele bis einschließlich Kreisliga A pfeift. Die Spielleitung am Sonntag in Dahle, sie war für den 23-Jährigen im Bezug auf sein Hobby ein erster Schritt in Richtung Normalität, obwohl längst noch nicht alles normal ist in diesen Zeiten. Schließlich sind Hygienevorschriften und die Infektionsschutzstandards laut Corona-Schutzverordnung sorgfältig zu beachten und einzuhalten.

Zuschauer müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen

 „Der FC Altena hatte Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt, die Spieler habe ich mit der Faust oder mit dem Ellenbogen begrüßt. Passkontrolle habe ich keine gemacht und auf dem Spielfeld versucht, Abstand von den Spielern zu halten“, betont der Lüdenscheider, der für den LTV 61 zur Pfeife greift. Dass sich im Innenraum nicht mehr als 30 Spieler befinden dürfen, dafür musste Aßmann am Sonntag erst gar nicht sorgen. „Darauf haben die beiden Mannschaften geachtet. Das war gut“, sagt der Referee. 

Die Zuschauer mussten derweil ihre Kontaktdaten hinterlassen und sich auf Listen eintragen, damit eine Rückverfolgbarkeit bei einem eventuellen Corona-Fall gewährleistet ist. „Ich freue mich, wenn die Saison wieder losgeht. Mit diesem Hygienekonzept sollte das auch klappen“, sagt Nick Aßmann nach den Erfahrungen, die er am Sonntag in der Burgstadt sammeln durfte. Wann er das nächste Testspiel pfeifen wird, das weiß der 23-Jährige noch nicht. Nach seinem Urlaub aber hofft der Lüdenscheider, wieder auf dem Platz zu stehen und das tun zu dürfen, was er vor der Pandemie Sonntag für Sonntag immer so gerne gemacht: Fußballspiele leiten...

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