Zum Bezirksliga-Auftakt gleich ein Kreisderby

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Zurück in der Fußball-Bezirksliga: Im ersten Spiel der neuen Saison trifft Aufsteiger TuS Grünenbaum um Richard Kochta (links) am Sonntag auf den Kiersper SC.

Halver - Mit Vorfreude blickt der TuS Grünenbaum seinem ersten Bezirksligaspiel nach sechsjähriger Abstinenz entgegen. „Auf diesen Moment haben wir schließlich eine ganze Saison lang hingearbeitet“, sagt Trainer Niko Douros vor der Saisonpremiere, die für den Aufsteiger das Kreisderby gegen die Kiersper SC bereit hält (Sonntag 15 Uhr, Kreisch).

„Wir sind bereit“, skizziert der Coach der Halveraner die Situation vor dem Start. „Sicherlich hätte die Vorbereitung von den Ergebnissen her besser laufen können“, räumt er ein, „aber ich habe dabei auch einiges gesehen, was mir wirklich gut gefallen hat.“

Dass sie es gleich im ersten Spiel mit einer Spitzenmannschaft zu tun bekommen, bereitet den Grünenbaumern keine Bauchschmerzen. „Irgendwann hätten wir sowieso gegen Kierspe spielen müssen, und vielleicht ist es ja am Anfang sogar leichter“, so Douros. Bei wem die Favoritenrolle liegt, ist zwar unstrittig, chancenlos wähnt sich der TuS aber mitnichten. „Wir können befreit aufspielen“, benennt der Coach des Liga-Neulings die Ausgangssituation aus eigener Sicht und könnte schon mit einem Unentschieden bestens leben.

Anders als zuletzt in der A-Liga wird sich der TuS in der neuen Saison sicherlich eher selten in der Situation wiederfinden, selbst das Spiel machen zu müssen. „Von uns erwartet keiner, dass wir den Gegner an die Wand spielen“, pflichtet Douros bei, der sich aber hinsichtlich der taktischen Ausrichtung am Sonntag noch nicht in die Karten schauen lassen mag. „Das hängt sicherlich auch etwas am Personal“, sagt er und spielt damit auch darauf an, dass der Einsatz von Routinier Dino Minacapilli wegen Wadenproblemen noch fraglich ist. Klar ist hingegen: Neu-Torwart Sven Kortmann ist spielberechtigt, fehlen werden neben Matthias Neuhaus (Trainingsrückstand) die verhinderten Dimitri Sajzev, André Holthaus und Christian Gawron.

Was den Kiersper SC betrifft, so ist dieser nach eigenem Bekunden nicht nur „heiß“ auf den Saisonstart. Vielmehr freut sich Trainer Andreas Wieczorek auch über die luxuriöse Situation, „dass wir personell die Qual der Wahl haben“. Nach einer intensiven Vorbereitung sind keine Verletzten zu beklagen, und bis auf die noch nicht spielberechtigten Radion Miller und Marco Bartoszewicz und den grippekranken Kevin Weber können die Volmestädter am Kreisch aus dem Vollen schöpfen. Und die neugewonnene Breite im Kader soll dann auch ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Saison sein. „Jeder muss sich Woche für Woche neu beweisen“, sagt Wieczorek und fordert nicht nur für das Auftaktspiel „100-prozentige Konzentration, kämpferische Einstellung und Leidenschaft“ ein.

Im Halveraner Norden erwartet der erst seit Mai beim KSC tätige Trainer zwar einen von der Euphorie des Erfolgs getragenen Aufsteiger und rechnet mit einem „heißen Tanz“, macht aber unmissverständlich deutlich: „Wir fahren nach Grünenbaum, um dort zu gewinnen. Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber keineswegs Angst!“

Positiv zudem: Mit dem bis zum vergangenen Jahr in der Jugend des Vereins aktiven Jonathan Klaasen steht dem KSC nach langer Suche nun auch ein zweiter Torhüter hinter Christian Salmen zur Verfügung.

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