Großer Pokalfight des TuS Langenholthausen bleibt unbelohnt

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Julian Kellermann (links) besorgte für den TuS den 1:2-Anschlusstreffer.

Langenholthausen - Es war ein packender Pokalfight, den der TuS Langenholthausen dem Westfalenligisten SC Neheim am Dienstagabend im Pokalhalbfinale des Fußballkreises Arnsberg vor rund 200 Zuschauern in der Düsterloh-Arena lieferte.

Der vorzeitige Meister der Bezirksliga 4 verlangte dem Titelverteidiger alles ab, glich nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand zum 2:2 aus, das Happy End für den kampfstarken Underdog aber blieb aus. Marius Michler traf in Minute 83 zum 2:3, schoss Neheim damit erneut in das Pokalfinale und fügte dem TuS zugleich die erste Pflichtspielniederlage in dieser herausragenden Serie zu.

Unterm Strich ging der Sieg des Favoriten in Ordnung, die Gastgeber aber durften die Arena hoch erhobenen Hauptes verlassen und ernteten kurz nach Abpfiff auch den verdienten Applaus von den Rängen. Taktisch diszipliniert, lauffreudig, zweikampfstark und keineswegs ängstlich trat der zukünftige Landesligist der Elf von Alex Bruchhage entgegen. Zwingende Torchancen waren hüben wie drüben in den ersten 20 Minuten Mangelware, dann erspielte sich der SC ein leichtes Übergewicht und schlug auch prompt zu. Mahmut Yavuzaslan tankte sich auf dem rechten Flügel in den Strafraum durch und spielte die Kugel scharf vor den Kasten, wo der Klärungsversuch von Benjamin Menke misslang. Der TuS-Innenverteidiger traf zum 0:1 ins eigene Netz (25.).

Nur drei Minuten später fing sich Langenholthausen das 0:2. Nettesheim servierte auf der rechten Außenbahn tafelfertig für Greco, der einen Schritt schneller war als Klamann und mit der Fußspitze vollstreckte. Keine 60 Sekunden später hätte Nettesheim für die Vorentscheidung sorgen können, scheiterte aber an TuS-Torhüter Sebastian Beutler. Der Noch-Bezirksligist aber fing sich nach dieser Neheimer Drangphase und schlug eindrucksvoll zurück. Rademacher steckte per Kopf durch auf De Luca, der mit einem klugen Zuspiel den heraneilenden Kellermann am langen Pfosten bediente – 1:2 (33.). Dabei blieb es auch zur Pause.

„Hier geht heute noch was“, meinte TuS-Rechtsverteidiger Marcus Brüll, nachdem Greco (67.) und Yavuzaslan (71.) an Beutler gescheitert waren. Und es ging auch noch was für den Gastgeber, der dem SC stets lästig blieb. Der eingewechselte Philip Fischer flankte von der linken Außenbahn in die „Box“ auf „Shinji“ Brüll, der gegen die Laufrichtung von SC-Keeper Zielonka ins lange Ecke köpfte. Ein überaus sehenswerter Treffer zum 2:2 (77.).

Der TuS war zurück, der Traum vom möglichen Double aber platzte nur sechs Minuten nach dem Ausgleich, als Neheims „Joker“ Marius Michler unter freundlicher Mithilfe der TuS-Hintermannschaft die Kugel zum 2:3 über die Linie drückte. Langenholthausen aber bäumte sich nochmals auf und hätte beinahe noch die Verlängerung erzwungen. Erst scheiterte De Luca aus spitzem Winkel an Zielonka (90.+2) – und mit der allerletzten Aktion schoss der TuS-Angreifer den Ball nur knapp über das Gestänge (90.+4).

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