Hagen 11 kann für Westfalenliga planen

+
Ex-Profi Gaetano Manno (rechts, hier im Zweikampf mit dem Lüdenscheider Gürkan Besirlioglu) kann mit der SpVg Hagen 11 nun wohl doch für die Westfalenliga planen.

Kreisgebiet – Vorerst noch verhaltener Jubel auf der Bezirkssportanlage Emst: Aber vor zwei entscheidenden Stichtagen der heimischen Amateurfußballer scheint die Zukunft der SpVg Hagen 11 nun doch in der Westfalenliga zu liegen.

Der kommende Dienstag und dann wohl der 26. Juni werden spannende Tage für die Kicker. Am Dienstag wird der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen zunächst wohl den Abbruch der Spielzeit 19/20 und die Aufsteiger in die höheren Ligen bekannt geben. Vorbehaltlich keines rechtlichen Einspruches soll’s Ende des Monats dann die Einteilungen der künftigen Staffeln geben, die wegen des Corona bedingten Abbruchs mehr sein werden als in der Vergangenheit.

Hatten Experten, Verbands- und Clubvertreter schon vor Wochen gerechnet, wer zusätzlich zu den Quotienten-Tabellenführern aufsteigen wird (Stichwort: Halbzeitmeister), gibt’s nun auch noch Hoffnungen für potenzielle, weitere Nachrücker. Denn Westfalen-Vizepräsident Manfred Schnieders (zuständig für den Spielbetrieb) machte wiederholt deutlich, dass dem FLVW am Erreichen der Sollstärken in allen Spielklassen trotz der Corona-Pandemie gelegen ist.

Im Klartext heißt das: Es wird noch Zusatzplätze in einigen Ligen geben und diese Kunde sorgte schon für ersten Jubel in der Nachbarschaft: Die SpVg Hagen 11 – an fast allen Spieltagen Spitzenreiter der Landesliga 2, aber eben nach der Hinrunde und Quotientenregel nur im Schatten von Borussia Dröschede – darf laut Westfalenpost in Hagen wohl doch für die Westfalenliga planen, wie „Vize“ Schnieders ihr versichert hat. Die „Elfer“ freuen sich natürlich, sind aber noch vorsichtig, wollen erst die offizielle Entscheidung abwarten: „Die Freude ist natürlich da und die Jungs sind super happy. Aber wir lassen die Kirche erst einmal im Dorf“, wird Trainer Stefan Mroß in der Westfalenpost zitiert.

Grund für Zusatzplätze sind die Rückzüge der Staffel-1-Westfalenligisten SV Spexard und SC Roland Beckum: Da aus dieser Staffel Victoria Clarholz (Quotientenmeister) und SpVgg Vreden (Hinrundenmeister) den Sprung ins westfälische Oberhaus schaffen, verbleiben in Staffel 1 noch elf Mannschaften. Hinzu kommen ohne Oberligaaufsteiger SG Finnentrop-Bamenohl deren 16 Teams aus Staffel 2. Insgesamt also 27 Mannschaften, zu denen sich die vier Aufsteiger aus den Landesligen (Preußen Espelkamp, Borussia Dröschede, Wacker Obercastrop und Westfalia Kinderhaus) gesellen, sodass 31 Mannschaften qualifiziert wären. Bliebe ein freier Platz, den dann wohl der quotienten-stärkste Vizemeister einnehmen würde. Und das ist eben die SpVg Hagen 11.

Die Zahl von „Überschussplätzen“ pflanzt sich auch in den künftigen Landesligen fort. Bekanntlich werden fünf Staffeln statt der bislang vier eingerichtet – nach Sollstärke á 16 Teams stehen 80 Plätze zur Verfügung. Davon sind schon unter Berücksichtigung eines vermehrten Aufstiegs aus den zwölf Bezirksligen bislang aber erst 76 Plätze besetzt. Vorausgesetzt Hagen 11 rückt in die Westfalenliga nach sogar nur 75.

Blieben fünf zusätzliche Plätze für Bezirksligisten. Wie diese Plätze verteilt werden, dazu hat sich Manfred Schnieders noch nicht geäußert, da sind nämlich auch noch verschiedene Modelle denkbar. Die sechs Staffeln 3, 5 (SV Attendorn, TSV Weißtal), 6 (RW Lüdenscheid, SC Berchum-Garenfeld), 7, 10 und 12 stellen bereits zwei Aufsteiger. Sollen also die freien Plätze nur unter den „Abbruch-Vizemeistern“ der übrigen sechs Staffeln nach Quotientenregel vergeben werden oder werden die Nachrücker in allen zwölf Staffeln rein nach diesem Kriterium ermittelt? Dann gäbe es noch kleine Hoffnungsschimmer auf Landesligaplätze auch für den Geisecker SV als Tabellendritten der Staffel 5 (Quotient 2,35) oder Staffel-6-„Vize“ SV Ottfingen (2,22).

Da muss aber die Empfehlung von Verbands-Fußball-Ausschuss und FLVW-Präsidium sowie der Beschluss des Verbandstags am kommenden Dienstag noch abgewartet werden.

Ebenso, ob es noch Auswirkungen auf weitere Nachrücker aus Kreisebene neben den bereits bestehenden knapp 60 Aufsteigern in die 14 Bezirksliga-Staffeln geben wird. Es warten auf alle Fälle noch etliche spannende Tage auf die heimischen Amateure mit Blick auf die sportliche Zukunft – wann immer die auch beginnen wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare