Unterstützung aus den eigenen Reihen

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Faruk Cakmak (Mitte) wird die FSV Werdohl im Sommer verlassen. Ihn zieht es zum A-Ligisten Eyüpspor Werdohl.

Werdohl - Der Last-Minute-Ausgleich des SC Drolshagen zum 2:2-Endstand im Kellerduell der Fußball-Landesliga bei der FSV Werdohl war aus Sicht der Lennetaler höchst ärgerlich, trotzdem gelang der FSV der Sprung auf Rang zwölf und damit ans rettende Ufer. Am Rande der Partie gab derweil Vorstandsmitglied Thomas Kauth zu Protokoll, dass sich hinter den Kulissen der FSV in den vergangenen Tagen und insbesondere nach einem weiteren Treffen im Klubheim etwas bewegt habe.

Gert Scheumann, der bei der FSV bis auf das Amt des Vorsitzenden in den vergangenen 40 Jahren so ziemlich jeden Job gemacht hat und im Mai 2019 offiziell verabschiedet wurde, packt am Riesei wieder mit an. „Gert Scheumann übernimmt dankenswerterweise bis zur nächsten Jahreshauptversammlung die Geschäftsführung kommissarisch“, sagte Thomas Kauth (Vorstand Finanzen). Nach dem Rücktritt von Dirk Hartig als Vorstand Geschäftsführung (wir berichteten) konnte diese Baustelle in der Führungsetage damit zumindest vorübergehend geschlossen werden. Unterstützung soll Gert Scheumann von Altherren-Coach Roland Schulz erhalten.

Zudem haben sich Carsten Minker, Rüyan Oruc und das Werdohler Urgstein Michael „Mimi“ Dinter bereit erklärt, gemeinsam die personellen Planungen – ebenfalls kommissarisch – voranzutreiben. Nach dem Rücktritt von Reinhard Thöne als Vorstand Sport wurden bis dato nämlich weder offizielle Gespräche mit Trainer Fitim Zejnullahu noch mit Spielern der 1. Mannschaft geführt. Das soll sich nun schleunigst ändern. Priorität genießt dabei die Klärung der Trainerfrage. Nur zu gerne würden die Verantwortlichen mit Fitim Zejnullahu verlängern, der Coach aber hat bereits mehrfach gegenüber unserer Zeitung durchklingen lassen, dass für ihn nach dieser Saison Schluss ist am Riesei. Fakten geschaffen hat derweil schon Faruk Cakmak. Der erfahrene Mittelfeldstratege wird die FSV im Sommer verlassen und wechselt zum Stadtnachbarn und FSV-Kooperationspartner Eyüpspor Werdohl, der in der Kreisliga A um Punkte kickt. Das verkündete Eyüpspor-Sportchef Mikail Kocak, der – und das gibt dem Cakmak-Wechel eine besondere Würze – bei der FSV Werdohl zusammen mit Carsten Minker die in der Bezirksliga kickenden B-Junioren trainiert.

Zurück zur Vorstandsarbeit bei der FSV: Thomas Kauth berichtete am Sonntag am Rande des Heimspiels gegen Drolshagen von einem Treffen in der vergangenen Woche, an dem knapp 30 FSV-Mitglieder – darunter mehrere aus der Altherrren-Abteilung – teilgenommen haben. „Es war eine sehr gute Runde, in der einige Mitglieder ihre Bereitschaft erklärt haben, uns zu helfen“, so Kauth.

Die Hoffnungen von Thomas Kauth und Rüdiger Backes (Vorstand Jugend), dass sich in dieser Runde auch Kandidaten finden lassen, die ein offizielles Vorstandsamt übernehmen und sich bei der nächsten Hauptversammlung zur Wahl stellen könnten, erfüllten sich allerdings nicht. Das ehemalige FSV-Vorstandsmitglied Simon Felbick, der als Torwarttrainer seit dieser Saison für den FC Iserlohn aktiv ist, aber habe bei besagtem Treffen zugesagt, Thomas Kauth im Bereich Finanzen zu unterstützen.

Uli Sauerborn, der nach mehr als 15 Jahren als Spieler, Trainer und Sportlicher Leiter im Sommer 2014 den Riesei in Richtung FC Iserlohn verlassen hatte und bei den Waldstädtern bis Dezember 2019 das Amt des Sportlichen Leiters ausübte, war beim letztwöchigen Treffen in Werdohl ebenfalls dabei. Eine offizielle Funktion bei der FSV Werdohl wird Sauerborn jedoch nicht übernehmen. „Uli steht uns aber mit Rat und Tat zur Seite“, so Kauth.

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