Der Titelverteidiger ist auf Kurs

RSV Meinerzhagen zieht mit 4:0-Sieg in Werdohl ins Kreispokal-Viertelfinale ein

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Ewald Platt (links, im Laufduell mit Daniel Dintinger) machte per Doppelpack alles klar für den RSV.

Werdohl - Nach dem Bezirksligisten TuS Plettenberg und dem A-Kreisligisten LTV 61 steht auch Westfalenligist RSV Meinerzhagen im Viertelfinale des Kreispokals: Der Titelverteidiger behauptete sich am Mittwochabend im Duell der beiden klassenhöchsten Teams des Kreises Lüdenscheid mit 4:0 (1:0) beim Landesligisten FSV Werdohl.

Die Gastgeber begegneten der Offensivpower des RSV, bei dem es im Vergleich zur Nullnummer am Sonntag in Marl sechs (!) Veränderungen in der Startformation gab, mit einem kompakten 5-3-2-System. 

Die Volmestädter, bei denen Linksverteidiger Musa Sesay nach wochenlanger Verletzungspause sein Comeback feierte, übernahmen im 4-4-2 auf dem glitschigen Riesei-Naturrasen von Beginn an die Initiative.

Die FSV aber lief klug die Räume zu, war bissig in den Zweikämpfen und ließ in der ersten halben Stunde bis auf eine Großchance für den von Franz mit einem Zuckerpass in Szene gesetzten Andreas Spais, gegen den FSV-Torhüter Schmale zur Stelle war (15.), wenig zu.

Bei der FSV kommt der letzte Pass nicht an

Der Landesligist rührte aber trotz defensiver Ausrichtung keinen Beton an, sondern überzeugte mit gutem Umschaltspiel und setzte vereinzelte Nadelstiche. 

Das Kreispokal-Achtelfinale auf einen Blick

Wie schon in der Liga gegen Menden kam aber häufig der letzte Pass nicht an. Die beste FSV-Chance in Durchgang eins besaß „Apo“ Sarantidis, der die Kugel über den Kasten donnerte (30.). 

Meinerzhagen blieb gegen die grimmige FSV geduldig, war vor allem bei Standards brandgefährlich. Und wie. In Minute 32 schlenzte der im Zentrum überaus agile und fleißige Fisnik Zejnullahu einen Freistoß ebenso sehenswert wie unhaltbar ins Netz. 

Rote Karte für Keeper Schmale

Kurz darauf verpasste Bengsch nach einem Zejnullahu-Freistoß das 0:2. Und auch der Kunstschütze selbst verfehlte bei einem weiteren Standard das Gehäuse nur knapp (37.).

Überaus bitter für die FSV waren dann die Schlusssequenzen von Halbzeit eins, als Aktas nach einem Pass in die Nahtstelle der FSV-Abwehr allein auf Schmale zusteuerte und der herauseilende Keeper bei seinem Rettungsversuch die Kugel außerhalb der „Box“ unglücklich mit der Hand spielte. Referee Eicker hatte keine andere Wahl und schickte Schmale unter die Dusche. Routinier Felbick rückte zwischen die FSV-Pfosten.

Zwischenzeitlich hätte es 1:1 stehen können

In Unterzahl stemmte sich die FSV nach Kräften. Polo rettete gegen Horst für den bereits geschlagenen Felbick in höchster Not (55.), zudem fand ein Kopfballtreffer von Bengsch keine Anerkennung (56.), weil der Ball bei einer Franz-Ecke im Toraus gewesen sein soll. 

Im Gegenzug hätte Belkaious nach einem sehenswerten Werdohler Angriff auf 1:1 stellen können, doch sein Schuss strich um Zentimeter am Kasten vorbei.

Entschieden war die Partie, als Andreas Spais eine butterweiche Flanke von Flügelflitzer Bilgicli per Kopf zum 0:2 verwertete (63.). Seine Überzahl nutzte der RSV fortan clever aus. 

Der eingewechselte Ewald Platt schnürte einen Doppelpack, als er jeweils nach sehenswerten Angriffen über die linke Außenbahn eiskalt vollstreckte. Bengsch servierte das 0:3 (72.), Horst legte das 0:4 auf (78.). Die FSV verkaufte sich teuer, der RSV steht im Viertelfinale.

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