Das Volme-Derby als Verfolgerduell

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Tanz um den Ball: Unser Bild zeigt eine Szene aus dem Kreispokal-Duell zwischen dem Kiersper SC und dem RSV Meinerzhagen Mitte September.

Meinerzhagen/Kierspe - In der jüngeren Vergangenheit lebten die Bezirksliga-Derbys zwischen dem RSV Meinerzhagen und dem Kiersper SC vor allem vom Prestige-Gedanken, der solchen Nachbarschaftsduellen nun einmal innewohnt. Im Aufeinandertreffen am Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr, Stadion an der Oststraße) kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Die Partie ist ein für beide Mannschaften gleichermaßen wichtiges Verfolgerduell.

Die Ausgangslage ist simpel: Lediglich ein Punkt trennt RSV und KSC voneinander, die Tabelle weist den Gastgeber als Vierten und die Kiersper als Dritten aus. Wer gewinnt, bleibt dem Führungsduo aus Lüdenscheid auf den Fersen; wer unterliegt, verliert die Spitze noch ein Stück mehr aus den Augen.

Geht es nach Mutlu Demir, so werden die Meinerzhagener am späten Sonntagnachmittag erstmals seit dann zehn Wochen wieder auf einem Podestrang stehen: „Wir wollen mit dem KSC die Tabellenplätze tauschen“, formuliert der gemeinsam mit Ufuk und Nuri Sahin für das RSV-Team verantwortliche Trainer ein klares Ziel. Und am Weg dorthin lässt Demir ebenfalls keine Zweifel: „Wir werden genauso offensiv nach vorne spielen wie immer. Eine defensivere Ausrichtung wird es nicht geben, wir wollen den Zuschauern auch im Derby attraktiven Fußball bieten!“

Dass das Nachbarschaftsduell für ihn und seine Schützlinge kein Spiel wie jedes andere ist, versteht sich für Demir von selbst. „Schließlich bin ich genauso wie auch der überwiegende Teil unserer Spieler in Meinerzhagen groß geworden“, sagt er und freut sich vor allem darüber, „dass das Derby endlich wieder ein Spiel auf Augenhöhe ist“.

Zwei gleichwertige Teams erwartet nach eigenem Bekunden auch Andreas Wieczorek, der Trainer des Kiersper SC. Im Gegensatz zu seinem Meinerzhagener Pendant mag er sich im Vorfeld in puncto taktische Ausrichtung aber nicht in die Karten schauen lassen. „Letztlich wird es darauf ankommen, dass wir die Zweikämpfe annehmen“, rechnet der Siegerländer aber in jedem Fall mit einer ähnlich intensiven Partie wie Mitte September im Zweitrundenspiel des Kreispokalwettbewerbs, das der KSC nach Verlängerung mit 5:3 gewann. „Am Sonntag wollen wir wieder zu der Leistung, die wir in diesem Spiel abgerufen haben, finden“, so Wieczorek, der sich am Sonntag optimistisch in Richtung Meinerzhagen aufmachen wird: „Ich bin guter Dinge!“

Festzuhalten bleibt: Anders als in den zurückliegenden Spielzeiten ist für Sonntag keine klare Tendenz auszumachen, wer letztlich die Nase vorn haben wird. Sicher ist sich Mutlu Demir vor dem Aufeinandertreffen des drittbesten Sturms mit der zweitbesten Abwehr der Liga aber in einem: „Es wird definitiv nicht 0:0 ausgehen.“

Durchaus gleich sind auch die personellen Voraussetzungen: Die Langzeitverletzten (Cevik und Scimeca beim RSV, Thomas, Kalman und Eick beim KSC) fehlen ohnehin, hinzu kommen auf Meinerzhagener Seite die verletzten Demiray und Janssens sowie bei den Kierspern Francesco Inchingoli (Gelb-Rot-Sperre). Fraglich ist bei den Hausherren der Einsatz von Innenverteidiger Fabrice Kelé, bei den Gästen wackelt Torhüter Christian Salmen (Schulterverletzung).

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