Honsel-Cup-Finale: Einseitiger geht es kaum

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Zaungast war Nuri Sahin (Zweiter von links), der unter anderem in der Halbzeitpause mit den RSV-Kickern fachsimpelte.

LÜDENSCHEID - Die Favoriten sind in den Finalpartien beim Honsel-Cup ihrer Rolle gerecht geworden. Während der RSV Meinerzhagen das Turnier durch einen 17:1-Kantersieg im Endspiel gegen Türkgücü Lüdenscheid gewann, sicherte sich Gastgeber LTV 61 mit einem 3:1-Erfolg gegen Polonia Lüdenscheid den dritten Rang.

Endspiel: RSV Meinerzhagen – Türkgücü Lüdenscheid 17:1 (5:0): Unter den Augen von BVB-Profi Nuri Sahin, der während der Partie immer wieder bereitwillig Autogramme schrieb und sich ablichten ließ, machte der Bezirksligist mit dem A-Liga-Absteiger kurzen Prozess. „Ein bisschen mehr Gegenwehr hätte ich mir eine Woche vor dem Meisterschaftsstart zwar schon gewünscht, doch die Jungs haben gegen einen sehr fairen Kontrahenten zumindest Gas gegeben“, resümierte Meinerzhagens Trainer Bayram Celik.

Hoch überlegen war der RSV vom Anpfiff an, ließ Ball und Gegner laufen, doch was das Toreschießen anging, herrschte nach dem frühen 1:0 durch Kapitän Demir (7.) erst einmal für 20 Minuten Sendepause, da zweimal Urbas, Scimeca (18./Freistoß an den Pfosten) und Marczinkowski (26./F. Ücüncü klärte auf der Linie) gute bis sehr gute Gelegenheiten vergaben. So musste schon ein Foulelfmeter (Ögüt hatte Batgün zu Fall gebracht) herhalten, den Urbas zum 2:0 verwandelte. Bis zur Pause kassierte der gute Türkgücü-Keeper Rasel zwar „nur“ noch drei weitere Gegentreffer, dafür schlug es nach dem Wechsel gleich im Dutzend hinter ihm ein. Doch auch die Bergstädter hatten noch ihr Erfolgserlebnis: Hatte Y. Ücüncü die erste Chance überhaupt vergeben (89.), machte es Soydas kurz darauf mit dem Ehrentor zum Endstand besser.

LTV 61 kommt erst spät in Schwung

Spiel um Platz 3: LTV 61 – Polonia Lüdenscheid 3:1 (1:0): 70 Minuten begegneten sich die letztjährigen Klassenkonkurrenten auf Augenhöhe, ehe der gastgebende A-Liga-Aufsteiger mit einem Doppelschlag doch noch die Zeichen auf Sieg stellte.

Müde wirkende Dilks-Schützlinge hatten in Durchgang eins zumindest eine sehenswerte Offensivaktion, als Niedergesäß per Hacke für Karaca auflegte, der eiskalt zum 1:0 abschloss (19.). Fortan herrschte vor beiden Toren jedoch Tristesse, umso umkämpfter ging es im Mittelfeld zur Sache. Klatts vergebene Großchance (45.) war dann aber der Startschuss für einen muntereren zweiten Durchgang. Latziak gelang per Kopf der verdiente Ausgleich (53.), verpasste dann gegen Martyniok gar das mögliche 1:2 (62.). Stattdessen schlugen auf der Gegenseite Babilon mit einem 20m-Schlenzer (70.) und Karaca nach Babilon-Vorarbeit zu (72.). Ein Schock für Polonia, das in der Schlussviertelstunde mächtig abbaute, aber Klink, Fregin und Yilmaz vergaben beste LTV-Chancen.

Marc Kusche

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