Fußball (DFB-Pokal)

RSV feiert seine DFB-Pokal-Premiere im traditionsreichen Sportpark Ronhof

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Kommt in rund zwei Wochen mit dem RSV Meinerzhagen zu DFB-Pokalehren: Torjäger Ron Berlinski (links, hier im Duell mit Rödinghausens Julian Wolff). 

Meinerzhagen – Fußball-Oberligist RSV Meinerzhagen trifft in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals am Samstag, 12. September, auf den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Das ergab die Sonderauslosung am Mittwochvormittag, deren Ziehung Weltmeisterin Renate Lingor vornahm.

Die Volmestädter werden am 12. September nun eine doppelte Premiere erleben: Das erste DFB-Pokal-Spiel der Vereinsgeschichte wird gleichzeitig auch das erste Pflichtspiel sein, das der Klub außerhalb von Nordrhein-Westfalen bestreitet. Denn der RSV wird mit der SpVgg Greuther Fürth das Heimrecht tauschen und die Partie im traditionsreichen Sportpark Ronhof austragen. 

Schuld daran ist die Corona-Pandemie, die in der 1. und 2. Bundesliga ein extrem umfangreiches Hygienekonzept nach sich zieht, das auch im DFB-Pokal Anwendung findet. Allein dessen Umsetzung bedeutet Kosten im fünfstelligen Bereich, die die Amateurvereine angesichts nur weniger zugelassener Zuschauer gleichsam als Verlust hätten abschreiben müssen. Deshalb hat der Deutsche Fußball-Bund für die Pokal-Saison 2020/21 den ansonsten nicht gestatteten Tausch des Heimrechts grundsätzlich erlaubt. Von dieser Möglichkeit wird neben dem RSV Meinerzhagen unter anderem auch Hamburg-Pokalsieger Eintracht Norderstedt Gebrauch machen: Der Ex-Verein von RSV-Verteidiger Til Bauman bestreitet sein Erstrundenspiel bei Bayer 04 Leverkusen in der BayArena. 

Im speziellen Fall des RSV Meinerzhagen kommt noch hinzu: Im heimischen Stadion an der Oststraße hätte das Duell mit der SpVgg Greuther Fürth ohnehin – Corona hin oder her – nicht stattfinden dürfen. Zu hoch sind die geforderten Standards für den DFB-Pokal, sodass der Westfalenpokalsieger eine Spielstätte in der Nachbarschaft wie beispielsweise das Siegener Leimbachstadion hätte anmieten müssen. Und da ein Großteil der lediglich 300 Besucherplätze ohnehin an den DFB hätte abgetreten werden müssen, „haben wir uns dazu entschieden, mit der SpVgg Greuther Fürth das Heimrecht zu tauschen“, erklärt RSV-Geschäftsführer Alessandro Heep. 

Damit, am zweiten September-Wochenende nach Fürth zu reisen und dann dort zu spielen, ist es für die Meinerzhagener aber nicht getan. Da sich Spieler und Funktionsteams der deutschen Profiklubs regelmäßigen Corona-Tests unterziehen müssen, gilt diese Auflage auch für deren unterklassige DFB-Pokal-Gegner. 

Heißt: RSV-Kicker und -Staff werden bis zum Fürth-Spiel mehrfach getestet werden. Freundschaftsspiele gegen Teams, deren Spieler nicht auf das Virus getestet sind, dürfen die Volmestädter ab sofort nicht mehr bestreiten. Für die beiden Pflichtspiele gegen Rot-Weiß Lüdenscheid im Kreispokal (29. August in Plettenberg) und die Hammer SpVg zum Oberliga-Start (6. September) gilt das jedoch nicht.

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