Fußball-Landesliga

„Holz" hat noch lange nicht genug

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Torhüter Markus Grete stellte vor dem Lockdown seine Klasse unter Beweis.

Mit seinen lockeren Sprüchen auf und abseits des Platzes amüsiert Torhüter Markus Grete seine Mannschaftskameraden beim TuS Langenholthausen seit Sommer 2017, als er den Weg von der FSV Werdohl in die Düsterloh-Arena fand. In den ersten zwei Spielzeiten im TuS-Dress musste der 1,98-Meter-Mann, der am Riesei Stammkeeper gewesen war, oftmals auf der Ersatzbank Platz nehmen. In dieser Saison ist das anders. „Holz“, wie der Torwart-Hüne gerufen wird, ist die Nummer 1 beim Landesligisten – und stellte seine Klasse im Kasten vor dem Lockdown mehrfach unter Beweis.

Langenholthausen -  „Es gibt beim TuS Langenholthausen einfach eine coole Gemeinschaft. Das komplette Team, das Umfeld und der Vorstand um Charly Grote – es ist wirklich klasse hier“, betont der 34-Jährige, der sich pudelwohl fühlt am Düsterloh. Markus Grete hätte diese Aussage wohl auch schon vor einem Jahr getroffen, obwohl Sebastian Beutler da noch das Gros der Partien absolviert hatte. 

Natürlich hätte Markus Grete gerne öfters zwischen den Pfosten gestanden in seinen ersten zwei Jahren beim TuS, den Spaß am Fußball aber verlor er in dieser Zeit nicht. Und auf den Routinier war immer Verlass, wenn er gebraucht wurde und doch mal von Anfang an ran durfte.

Nach der vergangenen Saison 19/20 verabschiedete sich Sebastian Beutler in Richtung des Geisecker SV, Markus Grete blieb beim TuS, der mit Martin Klima ein großes Torhüter-Talent von der FSV Werdohl holte. „Martin ist ein super Torwart und hat Riesenpotenzial. Er wird definitiv seinen Weg gehen“, sagt Markus Grete über seinen 21-jährigen Torhüter-Kollegen, der aus zeitlichen Gründen nur einmal pro Woche mit dem Team trainieren kann. Trainer Uli Mayer entschied sich zusammen mit Torwarttrainer Michael Stiefermann („Er macht ein tolles und vielseitiges Training“) bei der Torhüterfrage für Markus Grete, der das Vertrauen im bisherigen Saisonverlauf mit guten bis sehr guten Leistungen zurückzahlte und insbesondere mit starken Reflexen auf der Linie überzeugte.

Torhüter, das wurde Markus Grete, der seit vier Jahren in Küntrop zuhause ist, eher zufällig. „In der Jugend war ich beim TuS Versetal Feldspieler“, erklärt der 34-Jährige, der als A-Jugendlicher den Weg zur FSV Werdohl fand. Als bei einer Turnierteilnahme dann kein gelernter Torhüter zur Verfügung stand, da schnappte sich Markus Grete die Handschuhe und stellte sich ins Tor. „Ich hab auf dem Turnier wohl ganz gut gehalten“, lacht Markus Grete. So gut, dass er Torhüter blieb. Seine ersten zwei Spielzeiten im Seniorenbereich verbrachte „Holz“ am Riesei, bevor er dann zum TuS Plettenberg wechselte. Mit den Blau-Gelben stieg Grete unter der Regie des damaligen TuS-Trainers Irfan Buz in die Landesliga auf. Nach sechs Jahren in Böddinghausen, wo er mit Maik Stern starke Konkurrenz auf seiner Position hatte, kehrte „Holz“ zurück zur FSV, bei der er über mehrere Jahre einen glänzenden Job machte im Tor und bis zu seinem Wechsel nach Langenholthausen eine feste Größe war.

„Ich hatte bei der FSV eine super schöne Zeit“, betont Markus Grete, der sich sonntags nach Abpfiff daher noch immer nach den Ergebnissen seines ehemaligen Vereins erkundigt und auch noch Kontakt zu dem einen oder anderen FSVer hat. Am Riesei schnupperte „Holz“ zwischenzeitlich auch Westfalenliga-Luft, in Langenholthausen kickt er mit einigen anderen ehemaligen Werdohlern wie Falk Fischer, Marcus Brüll, Lukas Kessler oder Matthes Schröder zusammen und könnte sich vorstellen, beim TuS noch das eine oder andere Jahr dranzuhängen. „Ich werde bald 35 und bin nicht mehr der Jüngste. Aber ich bin fit und habe noch Lust“, betont Markus Grete, „die Gespräche stehen noch an. Ich würde bleiben...“

Seinen Spitznamen „Holz“ verdankt Markus Grete seinem ehemaligen Teamkollegen Niko Deller von der FSV Werdohl. „Ich habe irgendwann mal einen Holzzaun kaputt geschossen – Niko hat mir dann direkt den Namen Holz verpasst“, so Grete. Auf das Landesliga-Derby gegen Deller und die FSV hatte sich der beidfüßige Torhüter natürlich gefreut, die ursprünglich für den 20. Dezember geplante Partie aber wird wegen der Pandemielage erst irgendwann im Frühjahr 2021 stattfinden können. Wenn überhaupt. Die Zwangspause für die Amateurfußballer wird eine lange sein, bei einem möglichen Re-Start aber möchte Markus Grete fit sein. Und natürlich wieder im Kasten stehen...

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