Der Kiersper SC ist derzeit das Maß der Dinge

+
Als dreifacher Torschütze und Vorbereiter eines weiteren Treffers trumpfte Jan Thomas (links) auch am Sonntag stark auf. Der junge Kiersper liegt mit nunmehr sieben „Buden“ an der Spitze der Torschützenliste der Bezirksliga 5.

Kierspe - Ein Kreisderby zu Beginn, danach Duelle mit einem Landesliga-Absteiger, dem Vorjahresdritten und einem weiteren potenziellen Konkurrenten im Aufstiegskampf – von Pappe war das Startprogramm des Kiersper SC beileibe nicht. Umso beeindruckender ist daher die Bilanz dieser ersten vier Partien: Vier Siege, 16:3 Tore, Tabellenplatz eins.

Von Thomas Busch

Momentan ist die Krahmer-Elf das Maß der Dinge in der Bezirksliga 5. „Das war die Bestätigung unserer starken Leistung aus dem Wenden-Spiel“, stellte der sichtlich zufriedene KSC-Trainer Sven Krahmer nach dem sonntäglichen 7:1-Kantersieg gegen den SV Germania Salchendorf fest, während sein Pendant auf der Gäste-Bank gar nicht erst nach Ausflüchten suchte. „Kierspe war heute bärenstark“, zollte Salchendorfs Coach Rüdiger Frevel dem Gegner Respekt.

Den Weg zum Erfolg ebnete dem KSC der Doppelschlag zum 2:0 in der 26. und 27. Minute. Natürlich waren diese beiden Treffer auch ein Ausdruck der individuellen Klasse der Torschützen Jan Thomas und Felix Bably, grundsätzlich aber fällt am KSC der Saison 2014/15 auf, dass er als geschlossene, abgeklärte Einheit daherkommt. Und so kam es auch kaum von ungefähr, dass die Kiersper bei ihren Offensivaktionen nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich durch die Bank schneller wirkten als der Gegner. Letzterer ließ kurz nach der Pause, als abermals Bably für das 3:0 gesorgt hatte, schließlich die Flügel hängen; anders als jedoch in der Vergangenheit ein ums andere Mal gesehen, schalteten die Kiersper nun nicht etwa herunter, sondern drückten bis zum siebten Tor in der 81. Minute weiter. Dass die Germania auf der Zielgeraden noch zum Ehrentreffer kam, ärgerte Sven Krahmer dann zwar sehr wohl, doch damit hatten sich die Kritikpunkte des Trainers im Grunde auch schon erschöpft.

Neben der nicht unbedingt neuen Erkenntnis, dass der Weg in die Landesliga auch anno 2014/15 nur über die Krahmer-Truppe führt, haben die ersten Spiele der noch jungen Saison aber noch etwas anderes deutlich gemacht: Beim KSC geht es auch ohne Andreas Kalman. Und das ist für den Tabellenführer insofern gut, als er in dieser Serie voraussichtlich auch nicht mehr auf sein Mittelfeld-Ass wird zurückgreifen können. Der Regisseur ist nach seinem Kreuzbandriss zwar erfolgreich operiert worden und verfolgte den 7:1-Sieg am Sonntag als Zuschauer, doch aufs Spielfeld zurückkehren dürfte Kalman vor dem Sommer 2015 wohl eher nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare