Marco Sadowski ist auch ohne Tore zufrieden

Wenn Rot-Weiß Lüdenscheids „hängende Spitze“ Redouane El Alami (rechts) sich einmal von Gerlingens Routinier Dirk Hennecke befreien konnte, wartete mit dem starken FSV-Trainersohn Florian Brüser (links) noch ausgesprochen „schwere Kost“ im Deckungszentrum der Gastgeber auf den Lüdenscheider Torjäger. Foto: Hellwig

Lüdenscheid - Zielvorgabe umgesetzt, Tabellenführung verteidigt: Kein Wunder, dass sich Marco Sadowski, Trainer des Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiß Lüdenscheid, auch am Tag danach noch über das torlose Remis im Gipfeltreffen beim FSV Gerlingen freut.

„Ganz ehrlich, Gerlingen hat schon ein enorm starkes Team. Mich hat die fußballerische Qualität der Gastgeber unterm Strich doch etwas überrascht“, analysiert der Coach die Gastgeber und attestiert dem FSV in erster Halbzeit „spielerische Vorteile. Wir haben nur sehr schwer ins Spiel gefunden, aber defensiv gut gestanden und es geschafft, die Gastgeber weitgehend von unserem Tor wegzuhalten“, beurteilt Sadowski die erste Hälfte, in der die mit Erwartung eines Spitzenspiels zum Bieberg gepilgerten 250 Besucher kaum warm wurden, sondern eher einen taktisch geprägten Langweiler erlebten.

Für Sadowski auch aus anderem Grund als gegenseitigem Respekt erklärbar: „Man darf nicht vergessen, dass wir vier angeschlagene Spieler aufs Feld schicken mussten, die von unserem Physio-Coach Andreas Heinrich getaped werden mussten und sicher nicht zu hundert Prozent da waren, aber alle auf die Zähne gebissen haben.“

Erst stürmt Gerlingen, dann die Rot-Weißen

Und in Halbzeit zwei nahm die Partie dann ja auch Fahrt auf, zunächst mit den beiden Riesenchancen für Gerlingens Sturmspitze Tim Weber, dann aber mit starkem Finish der Rot-Weißen. „In der letzten halben Stunde haben wir noch einmal Dampf gemacht und auch sehr gute Chancen herausgespielt“, lässt Sadowski die guten Chancen von Klatt (2), Sommer und Klukowski noch einmal Revue passieren und durfte letztlich auch noch mit einer Schirientscheidung hadern, als El Alami im Zweikampf zu Unrecht zurückgepfiffen wurde, bevor Sekundenbruchteile später Klukowski im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Da hätte der Unparteiische sonst auf Strafstoß entscheiden müssen.

Große Offensivqualität im Lüdenscheider Kader

Klukowski war für Klatt vielleicht zum etwas unglücklichen Zeitpunkt gekommen, Allerdings hatte der Ex-LTVer als Spitze eine Halbzeit lang auch völlig im Schatten von Florian Brüser und Boßert gestanden, ehe er nach Wiederbeginn auftaute. „Wir haben große Offensivqualität im Kader. Auch Yasin Güzelcümbüs, Roman Klukowski, Marcel Schönrath und Matthias Urbas sind nicht glücklich, wenn sie ausgewechselt werden. Aber bislang haben unsere Einwechselspieler auch schon viele Tore gemacht. Jetzt wollte ich Roman in vorderster Spitze noch sehen und der hat seine Sache gut gemacht“, resümierte Sadowski.

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