40 Helfer aus vier Vereinen für den Fußball-Festtag

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Dierk Gelhausen freut sich auf den Fußball-Festtag in der Bergstadt.

Lüdenscheid - Es ist ein bisschen so wie beim Verwandtenbesuch: Das Wohnzimmer wird schön herausgeputzt. Nur, dass das Wohnzimmer in diesem Fall für den Rest des Jahres quasi unbewohnt ist. Da ist der Aufwand ein bisschen größer.

Von Thomas Machatzke

Also fährt Dierk Gelhausen, der bei der Stadt Lüdenscheid für alle sportlichen Belange Verantwortliche, in dieser Woche öfter mal ins sportliche Wohnzimmer der Stadt, das das Nattenberg-Stadion zumindest lange Zeit gewesen ist. Am Samstag wird es wieder die gute Stube sein, wenn die U19-Nachwuchskicker von zehn Topvereinen am vorletzten Tag des Evonik Ruhr Cups International die Halbfinals und Platzierungsspiele am Nattenberg austragen. Wenn die Özils und Götzes von morgen irgendwann an Lüdenscheid zurückdenken, soll die erste Erinnerung gewiss nicht die an einen schlecht gemähten Naturrasen sein. Und da dieser Rasen sonst schmucke Rückzugsfläche für trainierende Leichtathleten ist, bedarf es da in dieser Woche der Fähigkeiten von durchaus talentierten Greenkeepern, um das Geläuf gangbar zu machen.

Herausforderung Evonik Ruhr Cup 2014: Nicht nur auf die Rasenpfleger kommt einiges zu. Lüdenscheid als Gastgeber des vielleicht attraktivsten Tages hat einiges zu stemmen. Von der Polizei, die vor Ort sein wird, über die Ordnungsbehörden bis hin zu den Ehrenamtlichen. Vier Fußballvereine hat die Stadt vor Ort ins Boot geholt: den Türkischen SV, den SC Lüdenscheid, den LTV 61 und Platzhirsch Rot-Weiß. „Michael Dregger hat da mit seiner Erfahrung eine Art Koordinationsfunktion“, sagt Gelhausen über den RWL-Vorstandssprecher, „ihm gilt im Vorfeld mein besonderer Dank.“

Metzgerei Geier übernimmt Catering

Das Catering für den gesamten Samstag hat die Stadt an die Metzgerei Geier vergeben, die Vereine müssen andere Aufgaben erledigen, was in der Ferienzeit schwierig genug ist. Den Ordnerdienst zum Beispiel oder im Falle von RWL die Bedienung und Getränkeausgabe für die teilnehmenden Teams im Jugendraum. Einen eigenen VIP-Bereich wird es nicht geben. Mit der Kasse und dem Sicherheitsdienst – hier rücken 60 Spezialisten von Borussia Dortmund an – haben die Organisatoren vor Ort nichts zu tun.

Rund 40 Helfer benötigt Gelhausen aus den Vereinen. „Je näher die Veranstaltung kommt, desto mehr werden die Aufgaben“, sagt er aus Erfahrung, am Donnerstag wartet eine letzte Besprechung. Mit 3000 bis 4000 Zuschauern rechnen die Veranstalter beim bestbesetzten Jugendturnier Europas. Gelhausen dämpft diese Erwartungen etwas, um nachher nicht enttäuscht zu sein. „Wenn es 1000 bis 2000 werden, wird es auch ein toller Rahmen sein“, sagt er, „das haben wir zuletzt beim Relegationsspiel zur Westfalenliga gesehen.“

Ganz dicht dran sein werden die Aufstiegskicker des Frühsommers: Die B-Junioren vom SC Lüdenscheid und die B-Juniorinnen vom LTV 61 werden am Samstag den Part der Balljungen (und -mädchen) übernehmen. Nicht einfach so – eine Schulung hat es vorab gegeben. Jeder soll genau wissen, wo er steht und was er zu tun hat. Einlaufkinder aus den Vereinen, aber auch von Sponsoren kommen dazu. Die Bergstadt ist gerüstet für die Stars von morgen – da kann es gar keinen Zweifel geben.

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