Fußball-Kreisliga A

Die Sehnsucht nach Ruhe und Fortschritt

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Das neue Trainertrio und vier Neuzugänge für den SCL: (von links) Matthias Thielicke, Benjamin Kürschner, Alexander Pfafenrot, Jan-Philipp Schulte, Georgios Stamatiu, Dennis Krieger und Paskal Kürschner. 

Lüdenscheid - Die Woche soll für Matthias Thielicke eine ganz besondere werden. Am Freitag heiratet Thielicke, doch vier Tage vor dem großen Tag steht der Coach des SC Lüdenscheid am Nattenberg. Es ist sein erstes Training mit dem neuen Kader des A-Kreisligisten. Und das Wetter ist gnädig an diesem Montagabend. Nicht zu heiß, am Ende wird es sogar ein bisschen regnen. Wohltuend.

„Die letzten vier, fünf Monate: Das ist die Richtung, wo wir hinwollen“, sagt Thielicke, während seine Schützlinge erst einmal 25 Minuten lang im altehrwürdigen Nattenberg-Stadion ihre Runden drehen. Nattenberg statt Wehberg, Business as usual im Sommer. Vor dem SCL trainiert der Türkische SV, der ja eigentlich am Wefelshohl zu Hause ist. Man trifft sich im Schmuckkästchen, weil anderswo alles dicht ist.

Das mit der Zielsetzung präzisiert Thielicke gerne. Sein Team ist nach der ziemlich katastrophalen ersten Halbserie zuletzt noch von Platz 13 auf Platz vier geklettert. Ein Platz in den „Top 5“ sollte es wieder sein. „Da will ich hin“, sagt der Coach, und dann schaut er zurück auf das SCL-Experiment von vor zwölf Monaten. Ein Bezirksliga-Absteiger-Team, ein B-Liga-Aufsteiger-Team, zwei Mannschaften, ein durchlässiger Kader. Ständiger Austausch, die große Fußballkommune. Im Winter standen beide weit unten, es setzte die große Flucht ein. „Ich war zu blauäugig“, sagt Thielicke, „obwohl ich immer noch überzeugt davon bin, dass es hätte funktionieren können.“

Nun soll es anders funktionieren, trivialer. Die 2. Mannschaft startet am Sonntag unter Georgios Kordelidis, sie ist vom Post SV dazu gekommen. Die 1. Mannschaft hat 24 Spieler, interessante Neuzugänge, allen voran Attendorns Landesliga-Kicker Jan-Philipp Schulte oder auch Benjamin Kürschner vom SC Plettenberg, reaktivierte Zocker wie Yassine El Hadje, der am Montag noch in Berlin weilt, oder Alexander Pfafenrot. Gewiss, es gab auch Verluste, doch unterm Strich ist der SCL gut aufgestellt. Breit.

Auch im Trainerteam ist der SCL breiter geworden. Dennis Krieger assistiert dem Cheftrainer, doch weil Thielicke nach der Hochzeit erst einmal in die Flitterwochen fährt, sogar in der Vorbereitung mehr als dies. Dazu kommt als weiterer spielender Co-Trainer Paskal Kürschner - Bindeglied und im Trainertrio verantwortlich für die Fitness. „Der Fokus liegt darauf, läuferisch besser zu werden“, sagt Thielicke, „das hat uns einige Punkte gekostet.“ Wobei Thielicke nicht übertreiben will.

Kreisliga-adäquat auftrainieren, Schritt für Schritt. Alle sollen Gas geben, niemand überfordert werden, gemeinsam geht es darum, Spaß zu haben. „Wir brauchen auch Glück“, sagt Thielicke und setzt auf Verletzungsfreiheit und den Stimmungsfaktor. Dass nun dienstags und freitags statt dienstags und donnerstags trainiert wird - es passt in diesen Kontext. Es kommt nicht nur den Studenten zu Gute, sondern auch dem Teamspirit. Freitags kann man als Team auch mal noch etwas unternehmen.

Und so steht das Gesamtpaket für die Saison 2018/19. Es ist alles bereitet für eine Saison, die nach zwei in Phasen sehr unruhigen Jahren in der LüWo-Arena eine gute werden soll. Gut, ruhig und erfolgreich. 

Die bisher feststehenden SCL-Testspiele: TuS Herscheid (A/15. Juli), Kiersper SC (A/22. Juli), TuS Stöcken-Dahlerbrück (A/29. Juli), SG Hemer (A/2. August), Hellas Makedonikos Hagen (H/5. August)

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