RWL freut sich nach halbem Jahr wieder über die „Null“

Nach einem halben Jahr endlich wieder einmal zu Null: Erlösung pur bei RWL-Außenverteidiger Georgios Vassos, der das Lüdenscheider Führungstor mit dem Torschützen Semir Tuz (rechts) und Ewald Platt bejubelt. - Foto Hellwig

Lüdenscheid -  Die Zigarette danach schmeckte Rot-Weiß Lüdenscheids Bezirksliga-Trainer Robert Krumbholz am Sonntagnachmittag besonders gut: Nicht nur, weil seine Truppe den Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf neun Punkte ausgebaut hatte, sondern vor allem, weil seine Elf beim 2:0 (0:0) gegen den SC Drolshagen auf den Tag genau ein halbes Jahr nach dem 4:0 in Werdohl wieder ohne Gegentor geblieben war.

Von Jörg Hellwig

„Endlich wieder einmal zu Null“, freute sich der Coach. Freude, die jeden Zweifel überdeckte, ob’s beim großzügigen Umgang mit gut einem Dutzend Chancen gegen einen stärkeren Gast auch zum Dreier gereicht hätte.

Ein starker Gegner aber waren die Gäste diesmal nicht. Obwohl RWL nicht so hoch presste und so druckvoll agierte wie beim Erfolg in Klafeld, sondern häufig auch zum langen Ball flüchtete, stellten sich gegen die tief stehenden Gäste von Ex-Rot-Weiß-Libero Oliver Kalisch alsbald Chancen im Fünf-Minuten-Takt ein.

Doch im Abschluss blieben vor nur rund 100 Fans fast alle Wünsche offen: Platt Kopfball (3.) und Urbas’ Freistoß (12.) parierte SC-Keeper Maraun, Urbas entwickelte sich dann zum Spezialisten in Sachen Direktabnahmen: schön anzusehen, kaum zu halten, aber eben auch riskikobehaftet. Und so zischten gleich drei Versuche des bienenfleißigen Linksfußes am SC-Kasten vorbei. Platt köpfte drüber und traf das Außennetz, dann verpassten mit Tuz und Platt gleich zwei Rot-Weiße die gekonnte Vorarbeit von Urbas (37.). Acht dicke Möglichkeiten – und dann musste Brackmann kurz vor der Pause bei der einzigen Gästechance durch Stamm auf der Hut sein, um den Pausenrückstand zu verhindern, der den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte.

Tuz und Urbas treffen für RWL

Nach Sattlers Solo mit Lattenkracher (50.) besorgte RWL dann aber doch die frühe Entscheidung: Öztürks schöne Flanke köpfte Tuz in die Maschen (54.) und bedankte sich fünf Minuten später mit einer Supervorlage auf Urbas, die der – wie könnte es anders sein – per Direktabnahme via Innenpfosten zum 2:0 versenkte. Die Entscheidung, obwohl Katsaros (2), Platt, Alaouie und Tuz erneut eine Handvoll Chancen liegen ließen. Denn der SC gab kein Lebenszeichen mehr von sich.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare