Wehberg-Mädels holen den Pott

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„Seht her, da ist der Pott.“ Uwe Steinebach hatte sichtlich Freude, dem Sieger vom Wehberg den Wanderpokal zu überreichen.

Lüdenscheid - Am Montag hatten die Jungen der Pestalozzi-Grundschule triumphiert, und auch am Dienstag bei den Mädchen jubelte wieder eine Schule aus der Bergstadt: Die GG Wehberg holte sich am Honsel den Kreismeistertitel und vertritt damit den Märkischen Kreis bei den Westfalen YoungStars (Regierungsbezirksfinale) am 11. Juli in Dortmund.

Die Resonanz ließ allerdings zu wünschen übrig. Waren bei den männlichen Kollegen tags zuvor noch 14 Mannschaften vor Ort, so waren es am Dienstag  mit der GG Auf dem Dorfe (Halver), GG Herscheid, GG Werdohl, GG Nußberg/Gerlingen, KG Kilian (jeweils aus Iserlohn) und den Wehbergerinnen lediglich sechs Vertretungen. Daher wurde im Modus jeder gegen jeden gekickt, was allen Teams jeweils fünf Partien (Spielzeit jeweils 1x15 Minuten) garantierte.

Von Lehrer Carsten Neumann gecoacht, waren die Wehbergerinnen letztlich ein verdienter Sieger, blieben sie doch als einzige Mannschaft ungeschlagen und ohne Gegentor. Aber dennoch hing der Titel am seidenen Faden. Für die Lüdenscheiderinnen war der Tag sportlich nämlich schon recht früh beendet, nachdem sie im elften von insgesamt 15 Turnierspielen Werdohl mit 2:0 geschlagen und damit elf Punkte auf ihrem Konto hatten. Ab jetzt hieß es abwarten und mitzittern. Denn die GG Nußberg/Gerlingsen hatte zu diesem Zeitpunkt erst drei Spiele absolviert, dabei sechs Punkte gesammelt, hätte also noch auf zwölf Zähler kommen können.

Die erste Aufgabe wurde gegen die am Ende punktlosen Werdohler mit einem 4:0-Erfolg souverän gelöst, und so fehlte im letzten Turnierspiel der Veranstaltung gegen Herscheid, das bis dato lediglich beim 2:1 gegen Werdohl Zählbares erreicht hatte, „nur“ noch ein weiterer Sieg. Die Iserlohner Mädels rannten zwar an, waren insbesondere in den letzten Minuten drückend überlegen, doch Herscheid verteidigte leidenschaftlich und rettete das für sie bedeutungslose 0:0 über die Zeit.

Derweil kannte der Jubel bei den Wehbergerinnen nach dem Abpfiff keine Grenzen, erst recht, als ihnen Uwe Steinebach, Geschäftsführer des Ausschusses für Schulsport im Märkischen Kreis, den großen Wanderpokal überreichte. Steinebach selbst zog trotz der mauen Resonanz von den Mädchenteams ein positives Fazit. „Die Entscheidung ist erst im letzten Spiel gefallen, was will man mehr. Es war aber nicht nur spannend, sondern trotz allen Einsatzes auch sehr fair.“

Dazu trugen auch die Ü80-Schiedsrichter Hans Spangenberg und Hardy Jecksties – dazu kam noch Dobbin Weiß – bei. Und nicht zuletzt erhielten auch die Stadt und der LTV 61 für die Bereitstellung des Platzes sowie den gewohnt guten Catering-Service ein dickes Lob.

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