Die FSV Werdohl hat die Trainerfrage geklärt

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Dick eingepackt verfolgten Marco Polo (links) und Nils Böttcher am Sonntag das Auswärtsspiel der FSV Werdohl beim SSV Hagen. Am Höing waren sie noch Zaungäste, spätestens zum 1. April übernehmen Polo und Böttcher dann das sportliche Kommando beim Landesliga-Primus.

(Update 18.40 Uhr) Werdohl - Sieben Wochen nach der Trennung von Manuel Sander ist die Trainerfrage beim Fußball-Landesligisten FSV Werdohl geklärt. Nils Böttcher und Marco Polo übernehmen am Riesei als gleichberechtigtes Trainergespann das sportliche Kommando – allerdings noch nicht mit sofortiger Wirkung.

„Aus beruflichen Gründen steigen Nils und Marco spätestens zum 1. April ein, vielleicht auch etwas früher“, betonte FSV-Sportchef Alexander Schmale, der sich mit Böttcher und Polo zunächst auf eine Zusammenarbeit bis zum Ende der Saison 2018/19 und damit für knapp eineinhalb Spielzeiten einigte.

„Mit dieser konzeptionellen Lösung sind wir sehr zufrieden, sowohl was die sportliche als auch die menschliche Komponente anbelangt. Die beiden haben eine ähnliche Vorstellung von Fußball und haben auch selbst höherklassig gespielt. Mit Nils habe ich bei der FSV vor einigen Jahren zusammen in der Landesliga gekickt und danach seinen weiteren Werdegang verfolgt. Marco Polo kenne ich als guten, fairen Sportsmann, der erst in diesem Winter seine erfolgreiche aktive Laufbahn beendet hat. Aus meiner Sicht ist es eine super Variante“, sagte Schmale, der Böttcher und Polo in den nächsten Tagen der Mannschaft persönlich vorstellen wird, das Team während der Trainingseinheit am Dienstagabend aber schon über die neue Lösung informierte.

„Das Feedback aus der Truppe war hervorragend“, betonte der FSV-Sportchef. Zusammen mit Torhüter-Kollege Simon Felbick wird Schmale das Team zunächst interimsmäßig weiter betreuen, ehe das gleichberechtigte Gespann spätestens in vier Wochen die Arbeit beim Landesliga-Primus aufnimmt.

„Wir freuen uns sehr auf die neue Aufgabe. Als Werdohler kennen Nils und ich einen Großteil der Mannschaft, und auch das Umfeld passt bei der FSV“, sagte Marco Polo am Mittwoch. Zusammen mit seinem langjährigen Kumpel Nils Böttcher kickte der heute 32-jährige Polizist einst auch in einer Mannschaft. Im Jahr 2006 stiegen Polo und Böttcher mit dem TuS Plettenberg in die Landesliga auf. Weitere Stationen Polos waren Borussia Dröschede, TuS Ennepetal, FC Iserlohn, SSV Hagen, SpVg. Hagen 11 und in der ersten Halbserie der laufenden Saison der Werdohler Landesliga-Rivale SV Hohenlimburg 1910.

Erfolge als Fußballer feierte Marco Polo mehrere. Unter anderem gelang dem galligen Verteidiger mit dem TuS Ennepetal der Sprung von der Westfalen- in die Oberliga. Mit der aktiven Laufbahn aber ist nun Schluss für den Werdohler, für den schon länger klar war, irgendwann ins Trainergeschäft einzusteigen. Irgendwann ist in Kürze.

Im Gegensatz zu Marco Polo ist die FSV für den Werdohler Nils Böttcher, der viele Jahre erfolgreich in Plettenberg kickte und zur Saison 2009/10 zur FSV wechselte, nicht die erste Trainerstation. Wegen eines Knorpelschadens musste Böttcher seine aktive Laufbahn früh beenden und stieg beim FC Pungelscheid ins Trainergeschäft ein, musste den Trainerjob nach rund eineinhalb Jahren dann allerdings aus beruflichen Gründen und trotz vermehrter Anfragen interessierter Vereine ruhen lassen. Bei der FSV kehrt Böttcher nun also zurück auf die heimische Fußballbühne und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Marco Polo.

„Wir gehen diese Aufgabe mit einem guten Gefühl und viel Freude an“, sagte der 32-Jährige, dem der „ehrliche Umgang“ in den Gesprächen mit Alexander Schmale und Simon Felbick „sehr wichtig“ gewesen sei.

Zusammen mit dem neuen Trainerduo, das über gute Kontakte verfügen dürfte, wird Sportchef Schmale ab sofort die Kaderplanungen für die Saison 2018/19 vorantreiben. Die Klärung der Trainerfrage sei schließlich ein „wichtiger Baustein, um in den nächsten Tagen Zusagen einfahren zu können.“ Sowohl von Spielern aus den eigenen Reihen als auch von externen Akteuren.

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