Özbeks „linke Klebe“ sorgt für die Pokalüberraschung

PLETTENBERG -   „Der Junge kann ein Spiel entscheiden mit seiner linken Klebe“, sagt Trainer Stefan Stremel über Okan Özbek. Und genau das tat der A-Junior des TuS Plettenberg im ersten Viertelfinalspiel des Kreispokals in der 107. Minute. Sein Treffer zum alles entscheidenden 1:0 warf Seriensieger und Cupverteidiger FSV Werdohl aus dem Wettbewerb – der einzige Landesligist aus dem Kreis ist keineswegs unverdient ausgeschieden.

In einem intensiven Spiel mit zwei aufmerksamen Abwehrreihen schaffte es die Minker-Elf nicht, sich gegen den A-Liga-Primus zwingend in Szene zu setzen. Es war eine chancenarme Auseinandersetzung mit nur einer großen Torchance für die FSV in der ersten Halbzeit. Nach Pass von El Alami kam Intravaia frei zum Schuss, doch TuS-Torhüter Habibi parierte glänzend (31.). Drei Minuten später musste Plettenbergs Torjäger Stremel verletzt raus. Schon beim Warmmachen hatte er Knieschmerzen verspürt. Nur einmal wurde es im ersten Abschnitt für Werdohl gefährlich, Catalano war aber zu überrascht, als der Ball zu ihm kam und zielte am langen Eck vorbei (39.).

Glück für die FSV dann, als Papadopoulos eine Flanke von Guerrieri verpasste (56.). Es blieb für lange Zeit der einzige gefährliche TuS-Angriff. Der Landesligist verlagerte das Spiel nun mehr in die Hälfte der Blau-Gelben. Zekovic (72.), Tuz (80.) und Intravaia (85.) konnten die Entscheidung in der regulären Spielzeit aber nicht herbeiführen.

Habibi vereitelt Chance zum Ausgleich

Hälfte eins der Verlängerung brachte Habibis einzigen Fehler. Er verfehlte eine Hereingabe, Intravaias Schuss war aber zu schwach, so dass der Ex-Werdohler Rattelsberger retten konnte (98.). Kemal Durum, zweiter A-Junior im TuS-Team, schoss auf der Gegenseite knapp vorbei (103.). Besser machte es dann Teamkollege Özbek, der Grete, als die Chance schon dahin schien, mit einem Schuss ins lange Eck überraschte. Danach rannte die FSV an, der TuS konterte. Durum scheiterte an Grete (110.), ein Freistoß von Maus flog über das Plettenberger Tor (113.). In den letzten Minuten gab es die typischen Szenen eines Pokalkampfs. Keeper Grete wollte seinen Fehler beim 1:0 wieder gutmachen, tauchte bei einer Ecke im TuS-Strafraum auf, doch nicht er, sondern der eingewechselte Zejnullahu gab den letzten Scharfschuss auf den Kasten der Plettenberger ab: Habibi wehrte aber auch diesen finalen Versuch ab (118.) – das Halbfinale war für den Außenseiter erreicht.

Michael Jeide

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