Fußball-Landesliga

Keine Perspektive: Trainer Fitim Zejnullahu verlässt die FSV Werdohl 

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Bricht seine Zelte am Riesei endgültig ab: Fitim Zejnullahu.

Werdohl – In der durch die Corona-Pandemie verursachten Zwangspause im Sport hatte auch Fitim Zejnullahu in den vergangenen Wochen reichlich Zeit, um sich Gedanken über seine sportliche Zukunft zu machen. Nach reiflicher Überlegung hat sich der 37-Jährige nun final entschieden, seine Trainerlaufbahn nicht mehr beim Landesligisten FSV Werdohl fortsetzen zu wollen. Damit gibt es am Riesei eine Baustelle mehr.

„Ich hatte ja schon im Februar gesagt, dass ich am Saisonende sehr wahrscheinlich aufhören werde bei der FSV. Dabei bleibt es jetzt endgültig. Das habe ich den Verantwortlichen auch so mitgeteilt. Mir fehlt bei der FSV die sportliche Perspektive“, sagt Zejnullahu.

Der Übungsleiter aus Werdohl hatte am Riesei im Sommer 2019 das sportliche Kommando des Landesliga-Teams übernommen und nach mehreren Ab- und Zugängen ein neues Team geformt, das sich nach dem erneuten personellen Umbruch und anfänglichen Misserfolgen in der Liga erheblich steigern konnte. „Sportlich bin ich mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden gewesen. Wir haben uns von Monat zu Monat gesteigert, unsere Aufgaben gelöst und standen vor der dem Coronavirus geschuldeten Saisonunterbrechung auf einem Nichtabstiegsplatz. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir diesen Platz verteidigt und auch auf sportlichem Weg die Klasse gehalten hätten“, betont Zejnullahu, der mächtig stolz auf seine Schützlinge ist: „Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie sich einige junge Spieler entwickelt haben. Wir als Team haben gezeigt, dass es mit ehrlicher und harter Arbeit funktionieren kann.“

Der 37-jährige Übungsleiter hat sich – unabhängig davon, wie und wann es nach der Corona-Pandemie weitergehen wird mit dem Amateurfußball – zudem entschieden, mindestens ein halbes Jahr zu pausieren. „Es gab Anfragen anderer Vereine, aber die habe ich alle dankend abgelehnt“, so Zejnullahu.

Die finale Entscheidung Zejnullahus, seine Zelte am Riesei abzubrechen, wird bei der FSV sehr bedauert. „Fitim hat bei uns überragende Arbeit geleistet. Das war einfach nur top“, sagt Carsten Minker, der zu einem dreiköpfigen Team gehört, das kommissarisch die Kaderplanungen vorantreiben soll.

Schon vor der Corona-Pandemie war unter anderem wegen Rücktritten von zwei Vorstandsmitgliedern (wir berichteten) die Situation bei der FSV angespannt gewesen. Die Planungen mit Blick auf die 1. Mannschaft lagen auf Eis, weil nicht klar war, welcher Etat für die Saison 20/21 zur Verfügung stehen würde. „Schon vor Corona war es schwierig zu planen, mit Corona ist es nicht besser geworden“, sagt Carsten Minker, der in den vergangenen Tagen und Wochen den einen oder anderen Abgang hinnehmen musste – darunter die beiden Torhüter Martin Klima (TuS Langenholthausen) und Albin Idrizi (SC Lüdenscheid).

Bei der FSV sei man aber weiterhin gewillt, in der kommenden Saison ein konkurrenzfähiges Landesliga-Team an den Start zu bringen. „Allerdings“, gibt Minker zu, „stehen wir gerade vor einer Herkulesaufgabe. Dass wir jetzt auf Trainersuche sind, macht die Sache in den Gesprächen mit den Jungs nicht einfacher.“

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