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„Blitzturnier“ im Lennestadion: Die MK-Teams müssen gratulieren

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Von: Lars Schäfer

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Der TuS Plettenberg um Kosta Sarris (links) trotzte dem Landesligisten und Turniersieger SV Attendorn ein torloses Remis ab.
Der TuS Plettenberg um Kosta Sarris (links) trotzte dem Landesligisten und Turniersieger SV Attendorn ein torloses Remis ab. © Schäfer, Lars

Es war eine Standortbestimmung zwei Wochen vor dem Meisterschaftsstart, das „Blitzturnier“ des TuS Plettenberg im Lennestadion. Vier Teams traten am Sonntag beim Lenne-Cup an, nach insgesamt sechs 35-Minütern hieß der Sieger SV 04 Attendorn. Der Landesligist holte sieben von neun möglichen Punkten und verwies den Ligarivalen Rot-Weiß Lüdenscheid (4 Punkte) auf Rang zwei. Dritter wurde Bezirksligist TuS Ennepe (3), Rang vier ging an den Ausrichter TuS Plettenberg (2).

Plettenberg - Der Lenne-Cup, er wurde eröffnet mit dem Duell der beiden Landesligisten. Die Lüdenscheider Rot-Weißen, angetrieben vom starken Niko Temelkov, waren zunächst das etwas aktivere Team, trugen mitunter einige sehenswerte Angriffe vor und kamen auch zu Abschlüssen. Richtig zwingend war RWL gegen das Ex-Team von Trainer Bayram Celik aber nicht. Auf der Gegenseite standen die Bergstädter gut, machten nach Ballverlust die Räume eng und ließen kaum etwas zu gegen die Attendorner, die mit der allerletzten Aktion der Partie aber doch noch zum Siegtreffer kamen. RWL-Defensiveckpfeiler Julian Kroll kam in der eigenen „Box“ gegen Nick Heimes einen Schritt zu spät und zog das Foul. Schiedsrichter Christian Liedtke zeigte sofort auf den Punkt – und Robin Entrup traf per Elfmeter zum 1:0 für die vom Ur-Plettenberger Ralf Sonnenberg trainierten Hansestädter.

Es folgte der muntere Vergleich der beiden Bezirksligisten. Den besseren Start erwischte der TuS Ennepe, der nach einem langen Ball von Justin Schneider durch David Lüttringhaus bereits in der fünften Spielminute in Führung ging. „Danach wollten wir wegen der kurzen Spielzeit zu schnell zu viel, waren in unserer Spielweise zu wild“, befand Plettenbergs Chefcoach Florent Zejnullahu. In der Tat rannten die Blau-Gelben immer wieder an, allerdings zu ungestüm gegen gut sortierte Schwenker. Chancen gab es hüben wie drüben, es blieb aber beim 1:0 für den Staffel-6-Bezirksligisten aus Halver.

Die Enneper durften auf den Kunsthalmen bleiben und trafen nach kurzer Pause auf den SV 04 Attendorn. Es war quasi das Duell der Auftaktsieger, in dem sich der TuS überaus teuer verkaufte. Der Landesligist hatte zwar mehr Spielanteile, die Schwenker aber überzeugten mit Laufbereitschaft und Kampf und besaßen auch ihre Chancen. Den entscheidenden Treffer für das Sonnenberg-Team erzielte der ehemalige SC Plettenberger Chris Stremel – aus Sicht von Martin Skorupski regelwidrig mit der Hand (24.). Weil der Attendorner Vedat Vural kurz vor Schluss nur die Latte traf, blieb es beim dritten 1:0 in Folge.

Im folgenden Duell gegen Gastgeber TuS Plettenberg drückten die Lüdenscheider Rot-Weißen in den ersten Minuten das Gaspedal durch, besaßen durch Marvin Bonevski (2./6.) zwei Hochkaräter, die ungenutzt blieben. Und das sollte sich vorerst rächen. Kosta Sarris schickte aus der eigenen Spielhälfte Vincent Schlotmann auf die Reise – und der Torjäger traf aus vollem Lauf, allerdings auch stark abseitsverdächtig, zum 1:0 für den Bezirksligisten (13.). Die Bergstädter aber blieben unbeeindruckt und erhöhten die Schlagzahl. Leonardo Viggiani erzielte mit einem aufs kurze Eck getretenen Freistoß den 1:1-Ausgleich (19.). RWL drängte danach auf den Siegtreffer, das Zejnullahu-Team aber stemmte sich dagegen und hatte in der Schlussphase selbst zwei gute Möglichkeiten durch Akdeniz und Kalaitzis. Es blieb indes beim ersten Remis des Tages.

Unser Spiel gegen Attendorn hat mir gut gefallen, das Spiel gegen Plettenberg nicht. Gegen Ennepe war es okay. Im Großen und Ganzen war das von uns in Ordnung.

RWL-Trainer Bayram Celik

Nach Niederlage und Unentschieden verbuchten die Bergstädter in ihrer dritten und letzten Partie dann einen Erfolg. Gegen nun müde wirkende Schwenker traf Eray Inan nach Vorarbeit von Alexander Horst mit einem satten Distanzschuss ins lange Toreck zum 1:0 (8.). Es war eine Koproduktion der Neuzugänge. Das schönste Tor des gesamten Turniers gelang dann Inan Yetkiner. Erst hämmerte der RWL-Youngster die Kugel aus der Distanz ans Lattenkreuz, den Rebound verwertete er Sekunden später nach einem feinen Tänzchen durch die Enneper Abwehr zum 2:0 (15.). Der TuS besaß auch seine Möglichkeiten, die beste vergab Lüttringhaus, der an RW-Keeper Brackmann scheiterte (28.). Den Schlusspunkt setzte Temelkov per Foulelfmeter zum 3:0 (31.). Bayram Celik war zufrieden: „Unser Spiel gegen Attendorn hat mir gut gefallen, das Spiel gegen Plettenberg nicht. Gegen Ennepe war es okay. Im Großen und Ganzen war das von uns in Ordnung.“ Auch die Bilanz von Martin Skorupski fiel positiv aus. „Wir sind super zufrieden. Wir haben letzte Woche dreimal hart trainiert und hatten ein paar Verletzte. Die Mannschaft hat es heute sehr gut gemacht“, sagte der Enneper Coach.

TuS Plettenberg bangt um das Knie von Kosta Sarris

Weil der TuS Plettenberg in der letzten Partie des Tages dem SV 04 Attendorn ein torloses Remis abtrotzte und gegen den Landesligisten phasenweise sehr gut mitspielte, war auch Florent Zejnullahu trotz des letzten Platzes nicht unzufrieden. „Wir haben heute viel ausprobiert. Ich habe einige Dinge gesehen, die gut waren, und auch Sachen gesehen, an denen wir arbeiten müssen“, sagte der Plettenberger Coach, der aufgrund einer Knieverletzung von Kosta Sarris, die sich der Routinier gegen Attendorn einfing, dann doch noch die Stirn runzelte: „Ich hoffe sehr, dass das nichts Schlimmeres ist.“

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