Fußball

Überraschendes Angebot: RWL ist zurück im Westfalenpokal

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Mit Vollgas durch die Lockdown-Pause: Ömer Yilmaz (Mitte) und seine Teamkollegen haben von RWL-Trainer Bayram Celik Hausaufgaben bekommen: Intervall- und Ausdauerläufe gehören genauso dazu wie Sprints.

Lüdenscheid – Kommando zurück: Eigentlich hatte Fußball-Landesligist Rot-Weiß Lüdenscheid in der vergangenen Woche sein Westfalenpokalspiel gegen den Oberligisten SpVgg Vreden, das eigentlich am Reformationstag am Nattenberg stattfinden sollte, kampflos abgeschenkt, doch nun kommt es anders.

Die Rot-Weißen hatten ihr Programm in Corona-Zeiten auf das Nötigste, die Liga, beschränken wollen, um Risikominimierung bei den Kontakten zu betreiben. Nun aber sollen die Bergstädter ihr Match gegen den klassenhöheren Gast aus dem Münsterland doch noch spielen können. FLVW-Pokalspielleiter Klaus Overwien ist auf RWL zugekommen und hat dies so angeboten. 

Overwien reagierte damit auf die Gesamtabsage des Verbandes für alle für den Samstag angesetzten Westfalenpokalspiele. Neu terminiert ist die Runde zwar noch nicht, doch wenn sie gespielt wird, darf RWL nun auch wieder dabei sein, Vorstandssprecher Michael Dregger stimmte dem Vorschlag von Overwien für die Rot-Weißen zu. „Ich finde die Flexibilität beim Verbands-Fußball-Ausschuss hervorragend“, sagt Dregger, „Klaus Overwien hat mir auch gesagt, dass er unsere Entscheidung der vergangenen Wochen völlig okay fand, dass er sogar den Hut davor zieht.“ Dregger schickt zudem auch ein Dankeschön in Richtung Vreden, denn auch der Oberligist stimmte dem Overwien-Vorschlag direkt zu. 

Und so gibt es nun doch die Westfalenpokal-Zugabe für Bayram Celik und seine Schützlinge, wobei Dregger einschränkt: „Natürlich muss das dann im Rahmen unserer Risikobetrachtung beim neuen Termin auch möglich sein.“ Bis es soweit ist, ist beim Tabellenvierten der Landesliga erst einmal Kreativität gefragt. „Gar nichts mehr zu machen, das wäre fahrlässig“, sagt Trainer Bayram Celik und hat seinen Schützlingen angesichts des Amateursport-Lockdowns Hausaufgaben für daheim mit auf den Weg gegeben.

„Das ist ja heute alles gut möglich – über eine App kann ich alles sehen, was die Jungs so getan haben“, sagt der Meinerzhagener. Ausdauerläufe, Intervallläufe, Sprints – zumindest an der Fitness der Rot-Weißen soll ein Neustart nicht scheitern. „Ich gehe davon aus, dass man den Vereinen noch zwei Wochen einräumen wird, wenn wieder trainiert werden kann“, sagt Celik, „aber man weiß ja ohnehin nicht, ob es nun bei diesen vier Wochen bleibt. Vielleicht cancelt man auch noch den kompletten Dezember, das sind ja nur drei Spiele.“ 

Im Dezember nach Erlinghausen und Brilon?

Im November fallen für die Rot-Weißen die Heimspiele gegen RW Hünsborn (8. November) und den BSV Menden (29. November), dazu das Gastspiel beim SV Hüsten (15. November) aus. Im Dezember steht noch das Topspiel bei Rot-Weiß Erlinghausen am Nikolaustag im Spielplan – diese Partie allerdings käme sechs Tage nach Ende des Lockdowns wohl noch sehr früh. Realistischer ist, dass es vielleicht am 13. Dezember daheim gegen den letztjährigen Bezirksliga-Rivalen SC Berchum/Garenfeld wieder losgehen könnte. Außerdem steht für den 20. Dezember noch die Reise zum SV Brilon im Spielplan. 

„Irgendwann werden wir wieder Fußball spielen, aber jetzt steht erst einmal die Gesundheit im Vordergrund, leider ist das so, aber es geht nicht anders“, sagt Celik und zeigt Verständnis. Die Rot-Weißen hatten schon bei den letzten Einheiten vor dem Lockdown darauf gewartet, dass die Saison unterbrochen wird. „Wir haben immer gesagt: Lasst uns jedes Training genießen“, sagt Bayram Celik traurig, „bei den steigenden Infektionszahlen war dieser Schritt wohl am Ende unumgänglich...“

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