Fußball: Landesliga

Chance und Risiko zugleich

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Gallig, zweikampfstark, taktisch diszipliniert: So präsentierte sich die FSV Werdohl um Marvin Bonevski (links), Matthes Schröder (2. von rechts) und Erkut Orhan (rechts) zuletzt beim SV Hohenlimburg. Am Sonntag gegen Wetter ist wieder voller Einsatz gefragt.

Werdohl - Mit breiter Brust und einem klaren Ziel gehen die Landesliga-Kicker der FSV Werdohl am Sonntag (14.30 Uhr, Riesei) in das Hinrundenfinale.

Gegen den FC Wetter wollen die Lennetaler mit einem Sieg aus einer bislang überzeugenden ersten Saisonhälfte eine gute machen, den Anschluss an die Spitzengruppe wahren und zugleich das Polster auf die Gefahrenzone vergrößern. „Wir haben noch alle Möglichkeiten“, sagt FSV-Spielertrainer Marco Polo, der sich wie auch Trainerkollege Nils Böttcher mit der bisherigen Ausbeute von 20 Zählern aus 13 Partien zufrieden zeigt. „Wir hatten sicherlich Spiele dabei, wo wir Punkte unglücklich abgegeben haben. Unterm Strich aber machen die Jungs es ordentlich. Es ist eine deutliche Entwicklung zu sehen“, betont Polo. Der erfahrene Defensiveckpfeiler aber verweist gleichzeitig auf eine recht ausgeglichene Liga, in der das Titelrennen ebenso spannend ist wie der Abstiegskampf. 

Und die FSV befindet sich als Tabellenachter irgendwo dazwischen. Der Werdohler Rückstand auf Spitzenreiter FSV Gerlingen beträgt „nur“ sechs Punkte, sieben Zähler Vorsprung sind es auf Aufsteiger VSV Wenden auf dem Relegationsplatz gegen den Abstieg. Mit einer kleinen Erfolgsserie kann es für die FSV angesichts geringer Punkteabstände also schnell steil bergauf, im Fall einer kleinen Negativserie aber eben auch genauso schnell bergab gehen. In diesem Herbst zeigt die Formkurve der „jungen Wilden“ vom Riesei bislang nach oben. Nach den Siegen in Bad Berleburg und gegen Erlinghausen entführte das Polo/Böttcher-Team am vergangenen Sonntag einen Zähler aus Hohenlimburg. 

In allen drei Partien waren die Werdoher nicht gerade das, was man gemeinhin Favorit nennen würde. Am Sonntag gegen Wetter aber sind die Werdohler mit Blick aufs Tableau genau das: Favorit. Mit 14 Punkten befinden sich die Gäste zwar „überm Strich“, der Vorsprung auf den TuS Erndtebrück II auf dem ersten direkten Abstiegsplatz beträgt jedoch nur magere zwei Zähler. Zählbares am Riesei würde dem FCW also genauso gut zu Gesicht stehen wie der FSV, die das Polster nach „unten“ ja komfortabler gestalten möchte. Und genau darin liegt dann auch der Reiz des letzten Hinrundenspiels. 

„Ich habe Wetter am Anfang der Saison einmal gesehen“, sagt Marco Polo, „seitdem hat sich bei denen einiges getan. Von daher ist diese Mannschaft nur schwer einzuschätzen. Wir dürfen sie jedenfalls nicht unterschätzen, zumal die letzten Ergebnisse aufhorchen ließen.“ Bei Westfalenliga-Absteiger SpVg Olpe erkämpfte sich Wetter ein beachtliches Remis (1:1) – und gegen Titelanwärter FSV Gerlingen verkaufte sich das Team von Markus Döninghaus beim knappen 1:2 teuer. Die FSV ist gewarnt. Sie ist aber auch gallig darauf, den nächsten Schritt zu machen – sowohl im Klassement als auch im Hinblick auf die von Polo angesprochene Entwicklung. Und die personellen Voraussetzungen sind günstig. Der Kader ist komplett, lediglich Stürmer-Youngster Philip Gryn klagt über Wadenprobleme.

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