Fußball-Landesliga

Alen Terzic wird neuer Trainer der FSV Werdohl

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Im November 2013 war Alen Terzic zuletzt als Gast im Riesei-Stadion. Damals siegte er als Trainer von Borussia Dröschede mit 3:0 bei der FSV Werdohl, deren Coach er künftig sein wird.

Werdohl - Die letzten Hürden sind genommen, die FSV Werdohl meldet Vollzug: 17 Tage nach der Trennung von Ex-Coach Marco Sadowski hat der Fußball-Landesligist Alen Terzic als neuen Trainer verpflichtet. Sowohl Terzic als auch der Sportliche Leiter Carsten Minker bestätigten am Montag die Einigung.

Für Minker war der langjährige Coach des Werdohler Landesliga-Konkurrenten Borussia Dröschede die naheliegende Lösung. „Als ich selbst Trainer war, war Alen immer der, mit dem ich mich am meisten ausgetauscht habe, von dem ich die meisten Infos bekommen habe“, äußerte der FSV-Sportchef.

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Anfang des Jahres gab Terzic seine Trainertätigkeit bei dem Iserlohner Klub auf und wechselte in die Sponsoring-Abteilung des Bundesligisten VfL Wolfsburg. Bereits im Mai brach der 34-Jährige aus persönlichen Gründen seine Zelte in Niedersachsen wieder ab, hatte anschließend ein kurzes Trainer-Intermezzo beim Niederrhein-Oberligisten TuS Bösinghoven, das jedoch nach nur einer Einheit wegen Differenzen über die künftige Ausrichtung des Vereins wieder beendet war. „Als Alen aus Wolfsburg zurück und wieder auf dem Markt war, war es die logische Konsequenz, dass ich ihn kontaktiere, um zu schauen, ob das möglich ist“, sagte Minker mit Blick auf ein mögliches Engagement des Iserlohners bei der FSV.

Zusage gilt zunächst bis zum Saisonende

Der war sich bereits seit einigen Tagen mit den Werdohler Verantwortlichen einig, erhielt am Montag auch „grünes Licht“ von seinem Arbeitgeber. „Die FSV ist immer noch einer der Topklubs im Märkischen Kreis“, so Terzic, der mit Minker und dem Vorsitzenden Thomas Dinter offenbar zügig auf einer Wellenlänge funkte. „Die Gespräche haben relativ schnell gezeigt, dass das gut passen könnte“, betonte der Neue am Riesei.

Beide Parteien verständigten sich zunächst auf eine Zusammenarbeit bis zum Ende der laufenden Saison. „Das war Alens Wunsch, dem wir entsprochen haben“, unterstrich Minker – und schob nach, dass ein langfristiger Verbleib des Iserlohners in Werdohl grundsätzlich „von beiden Seiten“ angestrebt sei.

Zum dritten Mal in der jüngeren Vergangenheit nimmt damit ein Nicht-Werdohler auf dem Trainer-Sessel bei der FSV Platz. Im Falle des Olpers Jörg Rokitte (Mitte bis Ende 2012) und des Lüdenscheiders Marco Sadowski (Juli bis November 2014) ging die Rechnung jeweils nicht auf. Dass demnach eine interne Regelung die größeren Erfolgsaussichten versprochen hätte, hält Minker nach eigener Aussage für „Quatsch“.

Schwerer Auftakt gegen Tabellenführer SpVg Olpe

Bei Terzic sieht der Sportliche Leiter den Vorteil, dass der 34-Jährige die Landesliga kennt. „Das war in unserer Situation auch ausschlaggebend“, räumte Minker ein, für den in der Rest-Saison, beginnend mit dem schweren Auswärtsspiel am 15. März bei Tabellenführer SpVg Olpe, der „Klassenerhalt Priorität hat“. Eine Zielsetzung, die sich mit den Vorstellungen des neuen Trainers deckt.

Personelle Änderungen am Kader in der anstehenden Winterpause stehen im Raum, sind aber abgesehen von der bereits feststehenden Rückkehr von Offensiv-Allrounder Tim Dlugolentzki vom A-Ligisten TuS Neuenrade noch nicht konkret. Zudem nimmt Terzic seine Arbeit dem Vernehmen nach erst im neuen Jahr, also nach den Hallenturnieren in Kalthof am Sonntag und in Kierspe am 27. Dezember auf. Ernst wird es dann spätestens zum Trainingsstart um den 30. Januar herum.

Nach der Trennung von Sadowski und dessen Assistenten Bülent Albayrak hatte Minker das Traineramt in den beiden letzten Spielen vor der Winterpause interimsmäßig übernommen. Dabei fing sich die FSV eine 2:6-Schlappe gegen die SG Finnentrop/Bamenohl ein und besiegte am zweiten Advent RW Erlinghausen mit 2:1. - Von Christian Müller

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