FSV Werdohl strauchelt nach Pokal-Aus auch in Attendorn

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Kapitän Lukas Kessler (rechts) und die FSV Werdohl hatten gegen zweikampf- und konterstarke Attendorner einen schweren Stand und unterlagen nicht unverdient mit 0:1.

Attendorn - Nach dem 1:2-Aus im Kreispokal gegen den RSV Meinerzhagen war die Siegesserie der FSV Werdohl ohnehin nur noch eine „Liga-Serie“ gewesen. Nun ist aber auch diese dahin: Nach zuvor sechs Siegen in Folge unterlag der Fußball-Landesligist am Sonntag beim SV Attendorn mit 0:1 (0:1).

Hatte Werdohls Trainer Manuel Sander die Pleite im Pokal-Südkreis-Derby auch aufgrund umstrittener Schiedsrichterentscheidungen noch als ungerecht empfunden, so räumte der 33-Jährige diesmal ein, dass Attendorn der verdiente Gewinner eines selten hochklassigen, aber stets spannenden und mitunter hitzigen Landesliga-Kampfes war. „Das war gar nichts von uns. Keine Einstellung zum Spiel, keine Einstellung zum Gegner gefunden“, konstatierte Sander. 

Wie viele Gegner in der jüngsten Vergangenheit, spiegelten auch die Hansestädter das 4-4-2-System der FSV und machten selbiger das Leben damit spürbar schwer, zumal die Elf von SV-Spielertrainer Eugen Litter ein wirkungsvolles Konterspiel aufzog. Younes Zaim sorgte nach klugem Zuspiel aus dem Mittelfeld heraus für das 1:0 (23.). 

Nach dem Treffer geriet ein Querschläger von FSV-Mittelfeldspieler Faruk Cakmak zur Vorlage für Vedat Vural, der allein auf Werdohls Torwart Alexander Schmale zumarschierte, diesem aber an den Fuß schoss (31.). Kurz darauf brachte Zaim abermals Vural ins Spiel, dessen Schlenzer aus halblinker Position verfehlte aber das lange Eck des FSV-Kastens (36.). 

Die Werdohler hatten große Mühe, gegen aufmerksam verteidigende Hausherren, die zudem permanent Zweikämpfe suchten und viele davon gewannen, Torgefahr zu entwickeln. Zudem leistete sich der Gast auch zu viele Ungenauigkeiten. 

In der zweiten Hälfte blieb der Fußball oftmals auf der Strecke, nahmen Nickeligkeiten und Unterbrechungen zu, verstrickten sich die Akteure beider Seiten ein ums andere Mal in relativ unnötige Scharmützel. 

Negativer Höhepunkt aus FSV-Sicht war die Ampelkarte gegen Volkan Karadag, der, mit „Gelb“ vorbelastet, Keeper Stergios Kalpakis eigentlich nur den Ball zum Abschlag hinlegen wollte, sich dann aber weder das Wortgefecht mit dem Schlussmann noch den Griff in dessen Gesicht sparte. Letzteren ahndete der Schiedsrichter vertretbar als Unsportlichkeit (84.).

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