FSV Werdohl droht in Bad Berleburg die Winter-Rückkehr

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Rejhan Zekovic (links) und die FSV Werdohl stehen vor einer unangenehmen Auswärtsreise zum VfL Bad Berleburg – und das liegt nicht nur an den sportlichen Qualitäten des Gegners.

Werdohl - Sportlich bietet das Auswärtsspiel beim VfL Bad Berleburg am Sonntag (15 Uhr, Am Stöppel) für Fußball-Landesligist FSV Werdohl eine große Chance. Ansonsten aber müssen sich Trainer Manuel Sander und Co. auf einen alles andere als vergnüglichen Sonntagsausflug einstellen.

Der kürzeste Weg vom Riesei-Stadion zum Bad Berleburger Sportplatz ist laut einem Internet-Routenplaner über 79 Kilometer lang, Fahrtzeit: mehr als eineinhalb Stunden. Ähnlich beschwerlich ist in der Liga der FSV wohl nur die Anreise zu RW Erlinghausen, nicht mehr weit von der Grenze zu Hessen gelegen. 

Die Wetterprognose lässt für den Sonntag eine Rückreise in den Winter befürchten. So sind bis Sonntagmittag in Bad Berleburg Schneeschauer möglich, in der Nacht zuvor Minusgrade angekündigt. „Ach du meine Güte“, entgegnete Sander, der sich dieser Voraussetzungen offenbar nicht gänzlich bewusst war. „Das wäre natürlich eine richtige Katastrophe. Aber wir werden die Umstände, egal wie sie am Ende sind, annehmen. Wir können es sowieso nicht ändern“, sagte der Werdohler Coach. 

Den weiten Weg wird die Delegation aus dem Lennetal mit dem Bus antreten – und in dem soll auf der Rückfahrt gute Stimmung herrschen. Da käme es freilich nicht unpassend, wenn sich nach den 90 Minuten drei Punkte im Reisegepäck befänden. „Wir wollen da alles klar machen“, hat Sander die Gunst der Stunde erkannt: Im Erfolgsfall würde die FSV ihren Vorsprung auf den abstiegsbedrohten VfL auf 15 Zähler bei dann noch fünf ausstehenden Begegnungen vergrößern. Dieser Abstand wäre nur ganz theoretisch noch aufzuholen. 

Allerdings warnt der FSV-Trainer seine Schützlinge auch: „Es ist für Bad Berleburg auch eine Riesenmöglichkeit, noch einmal heranzukommen.“ Seit dem Aufstieg des VfL im Sommer 2014 haben die Riesei-Kicker mit den Bad Berleburgern überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Zwar nahm der aktuelle 14. des Klassements im September 2014 beim 4:0 alle Zähler vom Riesei mit, danach aber setzten sich die Werdohler zweimal mit 2:1 durch. 

Verzichten muss Sander fünf Tage nach dem Einzug ins Kreispokal-Finale (2:1-Erfolg beim Kiersper SC, wir berichteten) einmal mehr auf Kapitän Lukas Kessler, der noch mit seiner Fußverletzung aus der Partie in Dröschede vor knapp zwei Wochen zu kämpfen hat. Fraglich ist zudem der Einsatz von Torjäger-Routinier Muammer „Bubi“ Topcu, der an muskulären Problemen leidet. 

FSV: Grete, Duru – Sesay, Brüll, Schröder, Maus, Sarris, P. Fischer, Aydin, Klamann, Akdag, Bektas, R. Zekovic, F. Fischer

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