Später Elfmeter nervt die FSV Werdohl

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Am Ende konsterniert: Marco Polo (links) und Nils Böttcher.

Wenden - Fußball-Landesligist FSV Werdohl hat den Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasst. Im vorgezogenen Jahresausklangs-Spiel beim Neuling VSV Wenden führte die Mannschaft vom Trainergespann Marco Polo und Nils Böttcher am Freitagabend zwar bis in die Nachspielzeit 1:0, doch dann verwandelte Shabanaj einen Foulelfmeter zum 1:1 für die Gastgeber, die dadurch einen Abstiegsplatz verließen.

Die FSV begann in Schönau im bewährten 4:4:2-System, brachte ihren temporeichen Kombinationsfußball der vergangenen Partien in der ersten halben Stunde auf der glitschigen Plastikwiese aber kaum auf die Straße. Wenden verteidigte kompakt, lief die Räume im Mittelfeld fleißig zu und sorgte so dafür, dass Werdohler Chancen in den ersten 30 Minuten Mangelware waren.

Auf der Gegenseite parierte FSV-Keeper Schmale einen Distanzschuss von Julius Arens (16.), zudem jagte Lennart Arens die Kugel in Minute 23 aus aussichtsreicher Position über den Kasten. Erst in den letzten elf, zwölf Minuten des ersten Durchgangs strahlten die Gäste Gefahr aus und besaßen durch „Apo“ Sarantidis, den Kaya in Szene setzte, die größte Möglichkeit vor dem Pausentee. Der Grieche aber hämmerte den Ball lediglich ans Außennetz (37.). Auch Gryn hatte die Werdohler Führung auf dem Fuß, wurde nach einem Konter aber noch im letzten Moment von Bäumer geblockt.

Nach dem Seitenwechsel erwischte der Aufsteiger den besseren Start, machte 15 Minuten richtig Druck. Die beste Chance vergab Alfes, der freistehend vor Schmale das Ziel verfehlte (54.). Nach einer Stunde aber löste sich die FSV aus der Umklammerung, wurde zusehends gefährlicher. Hatte El Alami noch Pech, als er auf Zuspiel von Sarantidis im Fallen nur den Querbalken anvisierte (64.), so machte es Sarantidis drei Minuten später besser: Einen Angriff über Kaya und El Alami schloss er aus rund 14 Metern ab – 0:1, für „Apo“ war es der bereits 15. Saisontreffer.

Kurz darauf wurde es dann ein wenig sentimental, denn nach auskuriertem Kreuzbandriss feierte Julian Kroll sein Comeback. Mit seinen Mitspielern geriet er zwar  leicht unter Druck, Zwingendes sprang für Wenden gegen konsequent verteidigende Werdohler aber nicht heraus – bis zur 91. Minute: Nach einem VSV-Schlag zupfte Schröder am Trikot von Rokitte, nach kurzem Zögern entschied Referee Papiorek auf Strafstoß, den Shabanaj verwandelte. Da störte es die Hausherren auch kaum, dass Kapitän Bäumer noch die „Ampelkarte“ sah.

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