FSV Werdohl feiert auch in Gerlingen einen 1:0-Sieg

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Kapitän Lukas Kessler (rechts) traf zum 1:0-Sieg der FSV Werdohl in Gerlingen.

Gerlingen - Die Dinge wiederholen sich, und das aus Sicht der FSV Werdohl inzwischen in schöner Regelmäßigkeit. Beim FSV Gerlingen feierte der Fußball-Landesligist am Sonntag seinen inzwischen vierten 1:0 (0:0)-Punktspielsieg in Serie.

„Mein Lieblingsergebnis ist das nicht“, knurrte Werdohls Trainer Manuel Sander, der sich darüber ärgerte, dass seine Elf nicht das zweite Tor nachlegte. Bis überhaupt dieses eine, letztlich entscheidende gefallen war, war es für die Gäste aus dem Lennetal ein beschwerlicher Weg. 

Das hatte seine Ursachen zum einen darin, dass die FSV ungewohnte taktische Schwächen zeigte – mit Marius Maus ließ sich einer der beiden defensiven Mittelfeldspieler oft unnötig tief zwischen die Innenverteidiger fallen. Zum anderen mangelte es im eigenen Offensivspiel oftmals an Tempo und Genauigkeit, so dass es die Sander-Elf vor allem in den ersten 45 Minuten selten gefährlich vor den Gerlinger Kasten schaffte. 

Außerdem gab es da ja noch einen Gegner, der zwar in der laufenden Spielzeit erst eine Begegnung gewonnen hat, taktisch aber so diszipliniert agierte, dass er viele Passwege zustellte und den Werdohlern damit zusätzlich das Leben schwer machte. Hochkarätige Torchancen blieben aus all diesen Gründen im ersten Durchgang die Ausnahme. Tim Weber hatte so eine für die Hausherren, schoss aus spitzem Winkel aber neben das Tor (16.), fast im Gegenzug geriet vor dem anderen Tor ein Kopfball von Muammer Topcu nach Flanke von Philip Fischer zu harmlos (17.). 

Knapp eine Viertelstunde nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste dann aber doch den einen spielerischen Geistesblitz. Fischers öffnender Ball von halblinks landete auf dem Fuß von Rejhan Zekovic, der tafelfertig für Lukas Kessler servierte – 1:0 (59.). Nur wenig später sah Gerlingens Pascale Stahl nach einem Zweikampf mit Zekovic – der Werdohler hatte Stahls Knie abbekommen – „Rot“. Selbst auf der Werdohler Bank gab es Stimmen, die dieses Strafmaß überzogen fanden. Die Überzahl hielt aus Sicht von Sanders Truppe aber nicht lange. Der mit „Gelb“ vorbelastete Julian Kroll kam in einem Zweikampf zu spät und sah folgerichtig die Ampelkarte (68.). 

Gerlingen warf in der Schlussphase alles nach vorn, konnte sich aber kaum entscheidend durchsetzen. Der Vizemeister vom Riesei hingegen verpasste den entscheidenden Konter – und das schmeckte dem Coach nicht. „Wenn wir den Deckel nicht drauf machen, kann immer einer durchrutschen“, mahnte Sander: „Wir müssen das zweite Tor schießen.“

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