FSV Werdohl will zur Not den Heimsieg erzwingen

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Für die Werdohler Offensivabteilung um Neuzugang Semir Tuz, der hier Lennestadts Außenverteidiger Björn Goedde das Nachsehen gibt, gilt es am Sonntag, die Niederscheldener „Defensiv-Nuss“ zu knacken.

WERDOHL - Auf dem eigenen Platz könnte die Bilanz der FSV Werdohl durchaus besser sein. Zwei Siege und ein Remis nach fünf Partien sind bisher die Ausbeute. „Ein weiterer Heimsieg würde uns gut zu Gesicht stehen“, sagt entsprechend FSV-Trainer Carsten Minker vor der Heimpartie am Sonntag (Riesei-Stadion, Anstoß 16 Uhr) gegen den SuS Niederschelden.

Dass ein Dreier gegen das Schlusslicht eigentlich zum Pflichtrepertoire gehört, ist zwar unbestritten. „Aber es ist offensichtlich, dass wir uns noch schwer tun gegen Mannschaften, die nicht mitspielen wollen oder nicht mitspielen können“, sagt Minker und fügt hinzu: „Das ist der Hebel, an dem wir kurbeln müssen.“

Entsprechend sah am Donnerstag und am Freitagabend der Trainingsinhalt am Riesei aus. Die Themen „vorne anlaufen, Pressing und Spieleröffnung“ arbeitete Minker am Donnerstag mit seinen Kickern ab – übrigens zum ersten Mal seit langem wieder unten auf dem Rasenplatz. „Er ist zwar jetzt einmal gemäht worden, sieht aber von weitem noch besser aus, als er wirklich ist“, sagt Minker.

Trotzdem habe sich der Ortswechsel gelohnt, denn so konnte der Landesligist endlich einmal auf einem kompletten Platz trainieren. Um am Sonntag aber auf dem Naturgrün spielen zu können, müsste er noch ein zweites Mal „gestutzt“ werden. Deswegen geht’s Sonntag wieder zurück auf den Kunstrasen, wo die Minker-Elf am Freitag auch ihr Abschlusstraining absolviert hat. „Überwiegend Torabschluss und das Spiel über Außen“, sagt Minker, der gegen das noch sieglose Schlusslicht personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Offensivkraft Damiano Intravaia, der aufgrund einer Sprunggelenksverletzung gegen Lennestadt gefehlt hatte, steht wieder zur Verfügung. Auch Florian Neuke, der zweimal krankheitsbedingt mit dem Training ausgesetzt hatte, steht am Sonntag zur Verfügung. Lediglich Florent Zejnullahu fällt nach seinem Arbeitsunfall weiterhin aus.

Nach dem Spiel beim FC Lennestadt gibt es eigentlich gar keinen Grund, die Mannschaft zu ändern – zumindest nicht aufgrund der Leistung und des Ergebnisses. Allerdings denkt der FSV-Trainer darüber nach, die taktische Grundordnung von 4-2-3-1 auf 4-4-2 zu wechseln, um den Gegner früher unter Druck setzen zu können.

„Es gilt, den richtigen Grad zwischen kompakter Defensive und Offensivpower zu finden“, sagt Minker, schließlich wird das Schlusslicht, das selbst im 4-2-3-1 agiert, vorwiegend über Standards und lange Bälle versuchen, zum Erfolg zu kommen.

„Die Priorität liegt bei Niederschelden auf der Bewachung des eigenen Tores“, weiß Minker, der von seiner Elf im Notfall erwartet, gegen ein Siegerländer Bollwerk „den Heimsieg zu erzwingen“.

FSV: Grete, Felbick – Langenberg, Klamann, Bierkoch, Maus, Neuke, El Alami, Krämer, Sander, Tuz, Fischer, De Luca, Intravaia, Franz, Uzunoglu

Von Stefan Herholz

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