FSV startet mit "Nullnummer" in die zweite Saisonhälfte

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Lukas Kessler (rechts) und die FSV Werdohl waren das etwas engagiertere Team, konnten bei widrigen Bedingungen am Riesei Hünsborn aber nicht entscheidend unter Druck setzen.

Werdohl - Es war alles andere als ein spielerisches Sahnestück, das die FSV Werdohl und RW Hünsborn am Sonntag zum Wiederbeginnn der Fußball-Landesliga anboten. Am Ende durften die Gastgeber das 0:0-Unentschieden gegen den Rangfünften zumindest als Teilerfolg im Kampf um den Klassenerhalt verbuchen.

Bei Nieselregen und stürmischen Windböen dürfte den rund 40 Zuschauern auf den äußerst spärlich besetzten Rängen schon vor dem Anpfiff klar gewesen sein, dass es nicht der Tag für die feine fußballerische Klinge sein würde. 

Daran gemessen verlief der Auftakt nicht einmal unspektakulär: Marius Strunk traf für Hünsborn nach einem Eckball den Rücken von Emre Aydin (5.), auf der Gegenseite tauchte Lukas Kessler nach einem Stellungsfehler von Dennis Ermin frei vor Gäste-Torwart Tobias Wurm auf, schoss diesen aber an (12.). 

Dann aber verflachte die Partie zusehends. Das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab, Torchancen waren Raritäten und der Wind, der dem ein oder anderen Pass Lotterie-Charakter verlieh, tat sein Übriges. Auch die Spielleitung von Schiedsrichter Björn Martin trug nicht zum Unterhaltungswert des Duells bei. Mal pfiff der Hagener jede Nichtigkeit ab, ließ dann wieder vergleichsweise rüde Attacken ungeahndet. 

Sei’s drum: Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Rejhan Zekovic nach Freistoß von Kessler die mit Abstand dickste Chance des Spiels. Wurm fischte den Kopfball aber mit einer Hand noch von der Linie (43.). 

Halbzeit zwei brachte keine dramatische Verbesserung auf beiden Seiten. Die taktische Ordnung behielten beide Kontrahenten, aber auch die teilweise den widrigen Umständen geschuldeten Unzulänglichkeiten im Offensivspiel. Für Gefahr sorgten vornehmlich Standardsituationen. Andreas Mayer prüfte FSV-Schlussmann Markus Grete nach einem Freistoß von der rechten Seite mit einem Kopfball, der Hüne im Werdohler Kasten war aber im Nachfassen zur Stelle (69.). Es war das erste Mal nach gefühlten Ewigkeiten, dass der Gast aus Wenden überhaupt erwähnenswert im Werdohler Strafraum auftauchte. 

Auch die Hausherren wurden nach einem ruhenden Ball noch einmal gefährlich. Zekovic bediente mit einem flach herein gegebenen Eckball Emin Günes, der die Kugel jedoch über den Hünsborner Kasten jagte (88.). Die FSV war das etwas engagiertere Team, verpasste aber das „Happy End“.

FSV: Grete – Sesay (62. Sarris), Schröder, Bektas, P. Fischer – R. Zekovic, Günes, Aydin, F. Fischer (76. Topcu) – Kessler, Tuz 

RWH: Wurm – Alfes, Ermin, Mayer, Blecker – Jung, Strunk (46. Salzmann), Schlemper (74. Braas), Rehband (46. Stein) – Hatzfeld – Uebach 

Schiedsrichter: Martin (Hagen) 

Tore: Fehlanzeige

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