FSV Werdohl und SV Hohenlimburg 10 teilen die Punkte

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Philip Fischer (links) und die FSV Werdohl hatten die leicht favorisierten Hohenlimburger lange Zeit gut im Griff. In der Nachspielzeit kassierten die Lennetaler aber doch noch den 2:2-Ausgleich.

Werdohl - Es war eine Punkteteilung, über die am Ende niemand wirklich glücklich war: Weder die FSV Werdohl noch der SV Hohenlimburg 10 mochten über das 2:2 (1:1)-Unentschieden im Spiel der Fußball-Landesliga am Sonntag so richtig jubeln.

Die Gastgeber hätten nach dem 2:1-Führungstreffer durch Muammer „Bubi“ Topcu (74.) gerne alle drei Zähler im Riesei-Stadion behalten. „Vor dem Spiel hätten wir das 2:2 unterschrieben. Hinterher fühlt es sich an wie eine Niederlage“, bekannte Werdohls Torhüter-Routinier und Co-Trainer Simon Felbick.

Dass aus dem neunten Saisonsieg, der die ohnehin schon günstige Ausgangsposition der Lennetaler im Abstiegskampf noch komfortabler gestaltet hätte, nichts wurde, lag am späten 2:2-Ausgleichstor von David Kerefidis (90.+3). Der frühere Oberliga-Kicker (unter anderem Westfalia Rhynern) hatte in der Nachspielzeit einen Moment lang zu viel Platz, nahm Maß und versenkte die Kugel im linken unteren Eck des Gehäuses von FSV-Torwart Markus Grete.

Erleichterung oder gar Euphorie war bei den Hagenern nach dem Abpfiff aber trotzdem nicht zu spüren. „Totales Versagen auf ganzer Linie“, motzte Torhüter Nils Langwald, ehemaliger Schlussmann des Bezirksligisten TuS Langenholthausen, beim Verlassen des Spielfeldes vor sich hin.

Der Beginn der Partie verlief temporeich, zunächst aber ohne die ganz großen Aufreger in den Strafräumen. Arne Schulte hatte für die „Zehner“ nach einem Zuspiel von der linken Seite eine große Möglichkeit, rutschte aber am Ball vorbei (24.). Auf der Gegenseite schoss Topcu, nachdem er Langwald bereits umkurvt hatte (31.), über den Kasten. Kurz darauf schlug Falk Fischers Geschoss aus halblinker Position aus der zweiten Reihe aber im langen Eck ein – 1:0 (33.).

Noch vor dem Seitenwechsel antworteten die Gäste mit dem 1:1-Ausgleich durch Denis Rödel (44.), der einen Pass von Bastian Asmus verwertete. Dieser wiederum war erst möglich geworden, weil Philip Fischer sich an der Grundlinie von Asmus in einen Zweikampf verwickeln ließ, anstatt rechtzeitig zu klären. „Das erste Hohenlimburger Tor fällt durch einen individuellen Fehler von uns“, konstatierte FSV-Trainer Manuel Sander folglich.

In Durchgang zwei konnten die leicht favorisierten Hagener sich selten durchsetzen und wurden mit Topcus Tor zum 2:1 nach Flanke von Lukas Kessler bestraft. Bekanntlich schafften es die Werdohler aber nicht, den Vorsprung ins Ziel zu retten.

FSV: Grete – Sesay, Schröder, Maus, P. Fischer (54. Sarris) – R. Zekovic, Aydin, Brüll, F. Fischer – Kessler (80. Günes), Topcu (75. Avdia)

SVH: Langwald – Ribeiro, Asmus, Forin, Winkler – Schoppen, Ahakham (72. Kowalczyk), Kunkel, Ramaj (75. Belda-Loscalzo) – Schulte (65. Kerefidis), Rödel

Schiedsrichter: Naskrent (Dortmund)

Tore: 1:0 (33.) F. Fischer, 1:1 (44.) Rödel, 2:1 (74.) Topcu, 2:2 (90.+3) Kerefidis

Zuschauer: 100

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