FSV setzt Serie fort: Dritter 1:0-Sieg in Folge

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Marcus Brüll (links) und die FSV ackerten sich in einem vielfach nur taktisch interessanten Derby zum Sieg.

Iserlohn - Der vierte Sieg in der Fußball-Landesliga in Serie, der dritte mit 1:0 und der zweite in einem Derby: Die FSV Werdohl hält auch nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg bei Borussia Dröschede im auf Sonntagabend verlegten MK-Duell Kurs auf die Spitzengruppe des Tableaus.

Allerdings war der Auftritt der Truppe von Trainer Manuel Sander auf der Emst über weite Strecken wenig glanzvoll. Doch waren die Werdohler von zwei taktisch überzeugenden, aber fußballerisch nicht am Limit agierenden Mannschaften die strukturiertere, fleißigere und darum letztlich auch nicht zu Unrecht die siegreiche. 

Rund eine halbe Stunde lang passierte in dem Iserlohner Ortsteil wenig bis gar nichts Erwähnenswertes. Ein Schuss von Onur Tekin über das FSV-Gehäuse auf der einen (19.), ein Freistoß von Lukas Kessler über den Dröscheder Kasten auf der anderen Seite (24.) – das Publikum in Dröschede musste sich zunächst eher mit Halbchancen bescheiden. 

Einmal in den ersten 45 Minuten wurden beide Teams aber doch noch richtig gefährlich. Philip Fischer, bei den Werdohlern im linken offensiven Mittelfeld aufgeboten, versuchte den Schlenzer aufs lange Eck, den Borussia-Torwart Julian Schmahl so gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten herum lenkte (38.). „Den muss man erst einmal halten“, zeigte sich nach Abpfiff auch FSV-Coach Sander beeindruckt über die Rettungstat. 

Vor Werdohls Keeper Alexander Schmale wurde es in Minute 42 brenzlig, als gleich mehrere Borussen in Anschluss an einen aus spitzem Winkel hereingebrachten Freistoß auf seinen Kasten zielten. Stets warf sich aber entweder Schmale selbst oder einer seiner Vorderleute dazwischen, so dass es mit dem torlosen Remis in die Pause ging.

Halbzeit zwei ähnelte in weiten Teilen der ersten: zwei Mannschaften, die ohne Ball defensiv seriös arbeiteten, die aber im Vorwärtsgang selten die richtige Lücke fanden oder einen gefährlichen Pass an den Mann brachten. Ausnahme: der letztlich entscheidende Treffer für die Gäste aus dem Lennetal. Rejhan Zekovic flankte die Kugel von der linken Seite auf den kurzen Pfosten, wo Torjäger-„Oldie“ Muammer „Bubi“ Topcu lauerte und die Kugel zum 0:1 in die Maschen spitzelte (55.). 

Wenig später tauchte Topcu in einer ähnlichen Szene noch einmal gefährlich vor Schmahl auf, war diesmal aber nicht erfolgreich. Dröschedes Coach Andreas Friedberg tat, was er tun musste, brachte frisches Offensivpersonal, löste mit seinem letzten Wechsel (74.) gar die Vierer- zugunsten einer Dreier-Abwehrkette auf, allein: Die Hausherren erzeugten keine Torgefahr mehr. 

Damit und mit dem Ergebnis war Sander zufrieden, kritisch merkte er aber an: „In der ersten Halbzeit war das ein bisschen zu wenig Tempo von uns. Gerade da haben wir zu sehr mit angezogener Handbremse gespielt.“

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