FSV Werdohl deklassiert BSV Menden im MK-Derby

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Oftmals einfach einen Tick zu schnell für die Spieler des BSV Menden: Kosta Sarris (rechts) und die FSV Werdohl waren im MK-Derby der Fußball-Landesliga das klar bessere Team und siegten hochverdient mit 6:1.

Werdohl - Was in der Theorie als ein Kreisderby auf Augenhöhe daher kam, hätte auf dem Kunstrasenplatz des Riesei-Stadions am Sonntag kaum deutlicher aussehen können: Mit 6:1 (3:0) schickte Fußball-Landesligist FSV Werdohl einen in allen Belangen unterlegenen BSV Menden auf die Heimreise.

Dass die Partie als das Duell des Vierten gegen den Fünften angepfiffen worden war, schien im Nachhinein schwer zu glauben. Lukas Kessler, mit vier Toren letztlich der überragende Mann auf dem Platz, setzte mit einem Schuss an die Latte das erste Ausrufezeichen (11.). 

Den ersten Treffer markierte aber nur wenig später Markus Brüll, der nach einem Eckball von Rejhan Zekovic im Getümmel des Mendener Strafraums als letzter FSV-Akteur am Ball war – 1:0 (13.). Die Werdohler blieben jederzeit Herr der Lage. Menden verzeichnete zwar phasenweise ordentliche Ballbesitzanteile, wusste damit aber nur in den seltensten Fällen etwas anzustellen, das FSV-Torwart Markus Grete Anlass zur Sorge gegeben hätte. 

Die Geschwindigkeit stimmte im Spiel der Hausherren – und war auch ein Faktor in der Entstehung des 2:0 durch Lukas Kessler (28.). Mit wenigen Stationen hatten die Lennetaler zuvor die Kugel aus der eigenen Hälfte auf Zekovic befördert, dessen Versuch der im weiteren Verlauf schwächelnde BSV-Schlussmann Sebastian Plust noch parierte – bei Kesslers Nachsetzen war er dann machtlos. 

Beim 3:0 vertändelte Plust im Zweikampf mit Kessler den Ball, der Werdohler Kapitän schob das Leder mühelos ins leere Tor (44.) und legte mit dem ersten Angriff des zweiten Durchgangs direkt das 4:0 nach (46.). Wiederum hatte Plust bei einem Abwehrversuch die Fangsicherheit gefehlt, Kessler nahm den Abpraller dankend an. 

Und als wollte FSV-Coach Manuel Sander den Nordkreislern weiteren Schaden ersparen, nahm er seinen Spielführer nach dessen viertem Treffer zum 5:0 (51.) vom Feld. Das hinderte Werdohl aber nicht daran, weiter mit Elan anzugreifen. Der nunmehr fast zu bedauernde BSV-Keeper holte Mehmet Bektas von den Beinen, den zurecht ausgesprochenen Elfmeter versenkte Zekovic zum 6:0 (56.). 

Erst danach konnte sich Menden etwas aus der Umklammerung lösen, mehr als der Ehrentreffer durch Marcel Dickehut (72.) gelang aber nicht. „Ein überzeugender Sieg von uns, 60 Minuten lang waren wir überragend gut“, sagte Sander.

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