Brüll köpft die FSV Werdohl zum Sieg in Hünsborn

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Rechtsverteidiger Marcus Brüll (links) köpfte die FSV Werdohl zum 1:0-Arbeitssieg auf dem brandneuen Kunstrasen bei RW Hünsborn.

Hünsborn - Eine einzige Szene, die für harte Arbeit entschädigt. So einfach – oder je nach Sichtweise schwierig – kann es manchmal sein. Ein Kopfballtor von Marcus Brüll hat der FSV Werdohl am Sonntag bei RW Hünsborn mit 1:0 (0:0) den zweiten Saisonsieg in der Fußball-Landesliga beschert.

Auf dem erstmals bespielten Kunstrasen an der Rheinauer Straße beschworen beide Mannschaften einen Abnutzungskampf herauf: Zweikämpfe, mal mehr, mal weniger ruppig geführt, taktische Geplänkel, die den Gegner zusätzlich nerven sollten – RWH und die FSV waren sich für nichts zu schade. 

Werdohls Torjäger Muammer Topcu sah nach wenigen Sekunden gleich mal die Gelbe Karte, weil er nach Einschätzung des bisweilen zur Pedanterie neigenden Schiedsrichters die Ausführung eines Freistoßes ein wenig zu offensichtlich blockiert haben soll. 

Wie sich im weiteren Verlauf zeigte, war diese vermeintliche Randnotiz typisch für diesen intensiven 90-Minüter, in dem beide Mannschaften auf Sieg gepolt waren. Zwar hatte die FSV anfangs zwei Halbchancen durch einen Kopfball von Lukas Kessler (11.) und einen zu hoch angesetzten Freistoß von Marius Maus (13.). 

Die dicksten Gelegenheiten in den tempo- und abwechslungsreichen ersten 45 Minuten besaßen aber die Gastgeber, weil die Werdohler in der Rückwärtsbewegung hier und da einen Tick zu behäbig agierten. Nach einem Diagonalball auf Marius Uebach hatte dieser FSV-Torwart Alexander Schmale schon umkurvt, dann aber wurde der Winkel zu spitz und die Flanke von der Grundlinie zu ungenau (20.). Etwas später konterte Hünsborn über Uebach, der quer legte auf den völlig freistehenden Daniel Jung. Der aber scheiterte am glänzend reagierenden Schmale (28.). 

Zwei Situationen, die FSV-Trainer Manuel Sander wie folgt kommentierte: „Das ist die einzige Unzufriedenheit von meiner Person, dass ich zur Halbzeit dann wieder ausrasten musste.“ 

Ein Ausraster, der offenbar aber Wirkung zeigte. Die Werdohler Defensive wirkte nach dem Seitenwechsel besser sortiert, das eigene Angriffsspiel wuchtiger und zielstrebiger. Darum war es auch nicht unverdient, dass Brüll nach einem Eckball per Kopf zur Stelle und das Tor des Tages erzielte (70.). Die Hausherren warfen dann alles nach vorn, lösten die Viererkette zu Gunsten eines dritten Angreifers auf, kamen aber nicht mehr entscheidend vor Schmales Gehäuse.

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