Fußball-Landesliga

Ein Derby mit besonderer Würze auf dem Riesei-Kunstrasen

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Kampf der Kapitäne: Das Hinspiel gewann der TuS Langenholthausen um Falk Fischer (links) mit 2:1 gegen Julian Kroll und die FSV Werdohl.

Werdohl – Derby-Knüller am 1. Advent: Am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) kreuzen die FSV Werdohl und der TuS Langenholthausen auf dem Kunstgrün am Riesei zum Rückrundenauftakt der Landesliga die Klingen.

Natürlich geht es in diesem Derby auch ums Prestige, die besondere Würze aber bekommt der 90-Minüter beim Blick aufs Tableau. Der Aufsteiger vom Düsterloh legte – beginnend mit dem 2:1-Erfolg gegen die FSV – einen hervorragenden Saisonstart hin und grüßte nach dem 4:1-Erfolg gegen Rot-Weiß Hünsborn im unvergesslichen „Heimspiel auf Schalke“ nach dem 7. Spieltag mit 15 Punkten von Tabellenplatz zwei. 

Seit diesem Langenholthausener „Jahrhundertspiel“ am 21. September in der Veltins-Arena aber hat der TuS in der Liga nicht mehr gewonnen. Aus den letzten sechs Punktspielen holte das Team von Trainer Uli Mayer nur ein Pünktchen und rutschte nach zuletzt vier Niederlagen in Folge ab auf Rang neun. Nein, es war kein guter Herbst für den erfolgsverwöhnten Liga-Neuling. 

Nach dem 7. Spieltag stand die FSV Werdohl mit vier Zählern auf Rang 13. Auf diesem Relegationsplatz haben die Lennetaler auch die Hinrunde beendet, sie holten seit dem besagten 21. September aber immerhin sieben Punkte und haben nun Tuchfühlung zum rettenden Ufer. Fünf Zähler trennen TuS und FSV vor dem Rückrundenstart, am späten Sonntagnachmittag könnten es nur noch zwei Punkte Differenz sein. Oder acht. Oder weiterhin fünf. Ja, dieses Derby ist auf der Jahreszielgeraden für beide Teams wichtig. Sehr wichtig sogar. 

Die Ergebniskrise des TuS Langenholthausen hat FSV-Coach Fitim Zejnullahu, der seinen Trainerkollegen Uli Mayer überaus schätzt, sehr wohl zur Kenntnis genommen. Dass der Aufsteiger aber tatsächlich noch in Abstiegsgefahr geraten könnte, davon geht der Werdohler Übungsleiter nicht aus: „Der TuS hat eine fertige Landesliga-Mannschaft und gehört für mich unter die ersten Vier.“ Gleichwohl wollen die Lennetaler am Sonntag die Ergebniskrise der Düsterloh-Kicker verlängern und mindestens einen Zähler am Riesei behalten. „Wir fühlen uns zuhause sehr wohl und sind gut auf LA eingestellt. Wir werden wieder sehr unangenehm sein und wollen dem TuS Stress bereiten. Bei uns muss – angefangen bei den Basics – wieder alles stimmen. Dazu brauchen wir eine Top-Einstellung. Bekommen wir das hin, dann werden wir auch für Punkte in Frage kommen“, so Zejnullahu, der um den Einsatz von zwei Führungsspielern bangen muss.

Torben Ochs privat verhindert

Faruk Cakmak hat nach der 0:7-Klatsche in Erlinghausen wegen Wadenproblemen nicht mehr am Mannschaftstraining teilgenommen, Kapitän und Abwehrboss Julian Kroll plagt sich mit einem grippalen Infekt herum. „Bei Jules wird es eine Zeitfrage sein. Hätten wir am Freitag oder Samstag gespielt, wäre er sicher nicht dabei gewesen“, so Zejnullahu. Definitiv verzichten muss die FSV auf Jonas Klippert wegen einer Verletzung am Sprunggelenk. 

Komplett sind auch die Gäste nicht. Oliver Haarmann, der sein letztes Punktspiel gegen Hünsborn „auf Schalke“ machte, befindet sich zwar im Aufbautraining, wird dem TuS aber erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen. Zudem ist Routinier Torben Ochs am Sonntag privat verhindert. Die zwei spielfreien Wochenenden in Folge aber haben dem TuS laut Uli Mayer gut getan, um die Akkus aufzuladen und sich auf den Jahresendspurt, der am 8. Dezember noch ein Heimspiel gegen den VfL Bad Berleburg parat hält, gezielt vorzubereiten und einzustimmen. 

„Wir müssen am Sonntag gut reinkommen ins Spiel. Werdohl wird uns alles abverlangen“, sagt Uli Mayer, der das Derby als „6-Punkte-Spiel“ bezeichnet und natürlich darauf hofft, dass seine Elf am Riesei in die Erfolgsspur zurückfindet. „Wir wollen die drei Punkte“, gibt der Übungsleiter aus Müschede die Richtung klar vor.

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