FSV Werdohl bestreitet gegen Menden das nächste MK-Duell

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Das Hinspiel in Menden verloren Emre Aydin (rechts) und die FSV unglücklich mit 1:2.

Werdohl - Eine Vokabel, die Trainer Manuel Sander von der FSV Werdohl in den vergangenen Wochen häufiger in den Mund genommen hat, ist „Revanche“. Eine solche will der Fußball-Landesligist auch am Sonntag (15 Uhr, Riesei-Stadion) gegen den BSV Menden nehmen – im zweiten MK-Derby binnen acht Tagen.

Dass für die Werdohler das Wörtchen „Revanche“ derart Hochkonjunktur hat, ist einem Umstand geschuldet, der in diesen Tagen aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Einer Zeit, in der die FSV nahezu im Wochenrhythmus Punkte liegen ließ, sich dabei nicht allzu häufig allzu clever anstellte und Erfolgserlebnisse die Ausnahme waren. 

So auch Mitte Oktober im Mendener Huckenohl-Stadion: Mit 1:2 unterlagen die Lennetaler ziemlich unglücklich, bekamen ein Tor von Robert Bierkoch aberkannt und Sander, damals noch ein relativer Frischling auf der Bank eines Landesligisten, wurde wegen ein wenig zu lautstarker Meckerei auf die Tribüne verwiesen. „Ich habe immer ganz gerne gegen den BSV gespielt. Das waren immer enge Duelle, in denen es zur Sache ging. Diesmal will ich aber auf jeden Fall an der Linie bleiben“, sagt Sander nicht ohne einen Schuss Selbstironie. 

Das Gefühl des Scheiterns, das seine Elf in dieser Saison so lange begleitete und zu einem Abstiegskandidaten machte, das kennen die Werdohler Spieler mittlerweile nicht mehr so gut. Von den vergangenen acht Partien in der Meisterschaft ging nur eines verloren (1:3 gegen den FC Lennestadt am 6. März), zuletzt blieben die Riesei-Kicker gar vier Mal in Serie unbezwungen. 

Aber auch wenn das Polster auf die Abstiegsränge inzwischen bei sieben noch ausstehenden Begegnungen vermeintlich beruhigende elf Zähler beträgt, ist Sander weit davon entfernt, sich in Sachen Klassenerhalt entspannt zurück zu lehnen: „Wir machen erst einen Haken dahinter, wenn es mathematisch durch ist. Alles andere wäre ein bisschen blauäugig.“ 

Blauäugig wäre auch, Kapitän Lukas Kessler, der zuletzt beim 2:1-Erfolg in Dröschede einen schmerzhaften Schlag auf den Fuß abbekommen hat, gegen den BSV ins Rennen zu schicken. Darum wird der FSV-Coach wohl davon absehen. Weiterhin kein Thema ist Emanuele Catalano, der seine hartnäckige Schambeinentzündung auskuriert. 

Angreifer Semir Tuz ist nach seiner Roten Karte im Spiel der zweiten Mannschaft vor Wochenfrist gegen den TSV Rönsahl (1:5) bis 8. Mai beziehungsweise für maximal vier Pflichtspiele gesperrt worden. 

FSV: Grete, Duru – Sesay, Schröder, Maus, Sarris, P. Fischer, Klamann, Aydin, Brüll, Günes, Bektas, R. Zekovic, F. Fischer, Topcu

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