Der Schuh drückt in der Defensive

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Faruk Cakmak (links) und die FSV Werdohl stellen sich gegen die SpVg Hagen 1911 auf ein hartes Stück Arbeit ein.

Werdohl - Die 1:2-Derbyniederlage beim TuS Langenholthausen, sie wurde in der zurückliegenden Woche akribisch aufgearbeitet bei der FSV Werdohl. Die individuellen Fehler, die sich die Werdohler am Düsterloh leisteten, sollen sich bei der Heimpremiere am Sonntag (15 Uhr, Riesei) gegen einen weiteren Aufsteiger nicht wiederholen. Zu Gast ist der souveräne Meister der Bezirksliga 6, die SpVg Hagen 1911.

Vor den „Elfern“ um Trainer Stefan Mroß, der in seiner Laufbahn unter anderem beim FC Iserlohn mehrere Jahre erfolgreich Nachwuchsteams aus dem Leistungsbereich coachte, hat FSV-Übungsleiter Fitim Zejnullahu großen Respekt. „Wir erwarten am Sonntag eine top ausgebildete Mannschaft mit fünf, sechs Spielern, die bei Bundesliga-Klubs groß geworden sind. Für mich gehört Hagen in der Landesliga zu den Teams, die ich unter den Top 3 erwarte. Die haben richtig Qualität“, betont Zejnullahu und nennt mit Blick auf den SpVg-Kader unter anderem den 37-jährigen Gaetano Manno, der seine Laufbahn nach 17 Jahren im Profifußball nun in Hagen ausklingen lassen wird.

Manno kam in der Saison 2004/05 beim VfL Bochum auf zwei Bundesliga-Kurzeinsätze und absolvierte beim SC Paderborn und dem VfL Osnabrück in Summe 62 Partien in der 2. Bundesliga. Zudem stehen für Manno 81 Drittliga-Einsätze und mehr als 100 Regionalliga-Partien zu Buche. Zejnullahu verweist zudem auf den ehemaligen türkischen U18-Nationalspieler Onur Cenik, der wie Manno in Hagen geboren wurde und unter anderem auf sechs Einätze in der Süper Liga, also in der Belletage des türkischen Fußballs zurückblicken kann und für Borussia Dortmund 47 Partien in der U17-Bundesliga und 45 Spiele in der U19-Bundesliga bestritt.

Hagens Stürmer Tim Bodenröder kickte für den FC Schalke 04 ebenfalls in der U17- und U19-Bundesliga und kam beim Wuppertaler SV und der SpVgg Greuther Fürth II auf insgesamt 46 Regionalliga-Einsätze. Zudem können auch Yalcin Erkaya und Enes Demir auf Einsätze in der Regionalliga verweisen. Angesichts des Hagener Kaders ist es daher wenig verwunderlich, dass Zejnullahu die „Elfer“sogar zu den „Mitfavoriten“ in der Landesliga zählt.

Wie stark der Aufsteiger ist, das erfuhren am vergangenen Sonntag die hoch gehandelten Rot-Weißen aus Erlinghausen, die auf der Bezirkssportanlage Emst mit 1:2 das Nachsehen hatten. „Dieser Mannschaft darf man keine Räume geben. Wir benötigen eine sehr gute Organisation und müssen denen den Spaß am Fußball nehmen“, sagt Fitim Zejnullahu, der von seiner Elf eine hohe taktische Disziplin erwartet und hofft, dass die FSV im Spiel nach vorne zielstrebiger und vor allem mutiger auftritt als in Langenholthausen.

Gegenüber der Vorwoche wird der FSV-Coach seine Startelf in jedem Fall verändern müssen, denn mit Fabian Sedlaczek, Kosta Sarris, Iraklis Klazoglou (alle Urlaub) und Christopher Fanieng, der mit einer starken Rippenprellung ausfällt, stehen ihm gleich vier Akteure nicht zur Verfügung, die in der Düsterloh-Arena aufgelaufen waren. Zudem fehlt am Sonntag auch Youngster Jonas Klippert urlaubsbedingt.

Dafür kehren mit Philip Gryn, Mehmet-Ali Bektas und Stavros Karagiorgidis drei Offensivakteure zurück, die vergangene Woche nicht zum Werdohler Aufgebot gehört hatten. Der Schuh aber drückt in der Innenverteidigung, aus der eben Fanieng und Klazoglou wegbrechen.

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