Fußball-Landesliga

FSV zähmt die "Zebras" erst spät

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Doppeltorschütze für die FSV gegen Hennen: Lukas Kessler (links).

Werdohl - Was für eine mitreißende zweite Halbzeit am Riesei: Mit einem wahren Kraftakt zwang die FSV Werdohl den MK-Rivalen SC Hennen nach zwischenzeitlichem 1:2-Rückstand noch mit 4:3 in die Knie. Kapitän Lukas Kessler erzielte in der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer für die FSV, die damit ihre Negativserie gegen den Angstgegner aus dem Iserlohner Norden beendete und dem Landesliga-Spitzenduo FC Lennestadt und RSV Meinerzhagen weiter dicht auf den Fersen bleibt.

„Ein echter Arbeitssieg“, atmete Werdohls Trainer Manuel Sander nach exakt 96 intensiven Minuten tief durch – und traf den Nagel auf den Kopf. Die im Tabellensumpf feststeckenden „Zebras“ waren in Spiel eins nach der Trennung von Trainer Kevin Hines beileibe kein Freiwild, verkauften sich äußerst teuer und waren ganz nah dran an einem überraschenden Punktgewinn. 

Aus einer kompakten Defensive heraus suchten die Nordkreisler ihr Glück, gingen keinem Zweikampf aus dem Wege und setzten über die Außenbahnen vereinzelte Nadelstiche. Für das Spiel der FSV wäre ein frühes Tor sicherlich hilfreich gewesen, SC-Schlussmann Grochla aber war bei einem Kopfball von Zekovic auf der Hut, verhinderte mit dem Fuß den frühen Gegentreffer (11.). Mit dem Fuß war Grochla auch gegen den durchstartenden Kessler in Minute 34 zur Stelle, allerdings strafbar an der Strafraumkante. Schiedsrichter Götz (Wenden) zeigte nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf den Punkt – und der Gefoulte verwandelte höchstpersönlich zum 1:0.

Doch Hennen blieb dem Tabellendritten auch danach lästig, zeigte sich zugleich höchst effektiv. Nach Hederich-Freistoß köpfte Danila nahezu unbedrängt zum 1:1-Pausenstand ein (44.), und mit einem sehenswerten Distanzschuss nährte Szameitat zu Beginn des zweiten Abschnitts die Hoffnung der „Zebras“ auf eine saftige Ausbeute – 1:2 (53.). „Manni“ Sander reagierte, brachte Sarris für Spais auf der Außenbahn. 

Ein Wechsel, der Früchte trug. Sarris löffelte die Kugel butterweich in die Box, und El Alami köpfte gegen die Laufrichtung von Grochla ins lange Eck – 2:2 (66.). Spätestens jetzt war es mächtig stürmisch am Riesei, und das lag mal nicht am Wetter. Einen weiteren Distanzschuss von „Scharfschütze“ Szameitat konnte FSV-Zerberus Schmale entschärfen (70.), auf der Gegenseite scheiterten Kroll und Hines jeweils knapp. Letztgenannter war dann aber Wegbereiter für das 3:2. Seine Flanke von links nahm Zekovic volley und traf ins lange Eck (78.). 

Die FSV schien auf sicherem Weg, der dann aber doch noch holprig wurde. Schmale konnte einen Hallmanns-Schuss noch parieren, Ruß aber hämmerte den Rebound zum 3:3 in die Maschen (86.). Der letzte Akt aber war das noch nicht. Wieder hatte Hines auf links Zeit zu servieren, und Kessler ließ die Kugel in der Nachspielzeit im Netz zappeln – 4:3.

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