FSV Werdohl erarbeitet sich einen Vorsprung im Abstiegskampf

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In der Offensive war die FSV um Rejhan Zekovic (rechts) gegen Altenhof häufig einen Tick schneller.

Werdohl - Wie sich die Zeiten doch ändern: Als die FSV Werdohl Ende August am dritten Spieltag der Fußball-Landesliga beim FC Altenhof mit 2:4 verdient verlor, lag am Riesei vieles im Argen. Nach einem 2:1-Erfolg im Rückspiel gegen die Wendener scheint sich aber alles zum Guten zu wenden.

Es war ein denkwürdiger Tag, dieser 30. August 2015. Mit Ansage flogen den Werdohlern unter Ex-Trainer Alen Terzic in Altenhof die Bälle um die Ohren. Dazu kamen verletzte und/oder verhinderte Spieler, ein luftig besetzter Kader mit wenig Handlungsspielraum für den Coach – es kam, wie es kommen musste. Tags darauf verständigte sich der Iserlohner, der sich mit den Gegebenheiten in Werdohl nicht recht anfreunden konnte oder wollte, mit FSV-Sportchef Carsten Minker und dem Vorstand auf eine vorzeitige Trennung. 

Wer die Lennetaler damals erlebte, der konnte sich schwer vorstellen, dass die FSV zum gleichen Zeitpunkt der Rückserie – also nach dem zweiten Aufeinandertreffen mit Altenhof – nunmehr sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben würde. Sieben Punkte Rückstand erschienen damals. im Spätsommer, erheblich wahrscheinlicher. 

Doch Terzic-Nachfolger Manuel Sander hat die Dinge in Werdohl allem Anschein nach in den Griff bekommen. Das liegt zum einen daran, dass nach vier Winter-Transfers und dank einer verbesserten Trainingsmoral inzwischen mehr personelle Alternativen als zu Saisonbeginn zur Verfügung stehen. Zum anderen hat sich in spielerischer und taktischer Hinsicht herausgestellt, dass weniger manchmal mehr ist. Ein klares 4:4:2-System, in dem die Defensive Priorität hat – die einfachen Dinge richtig zu machen, ist oftmals die bessere Option, als die komplizierten falsch. 

„Wir haben es mit den Jungs besprochen: Zum Riesei soll keiner mehr kommen und einfach so die Punkte mitnehmen“, umschreibt Sander die neu gewonnene Stabilität mit dem Selbstbewusstsein eines Trainers, der aus den letzten drei Punktspielen sieben von neun möglichen Zählern holte, dessen Elf dabei nur ein Gegentor zuließ und in den vergangenen drei Partien auf eigenem Platz ungeschlagen blieb. 

Und so hatte der Coach nach dem 2:1 über den FCA freilich wenig auszusetzen. „Wir hätten den ein oder anderen Treffer mehr machen müssen“, fand Sander zwar ein diesmal verschmerzbares Haar in der Suppe, war angesichts offensiv weitgehend harmloser Kräfte ansonsten aber „absolut zufrieden“. 

Mit dem Tabellenvierten FC Lennestadt wartet auf die FSV am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) allerdings eines der schwereren Kaliber.

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