FSV-Trainer Terzic nach Sieg in Olpe voll des Lobes

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Rejhan Zekovic (links) erzielte beim Auswärtssieg in Olpe einen „Doppelpack“ für die FSV Werdohl.

Werdohl -  Als Rejhan Zekovic in der Nachspielzeit das 3:2 für die FSV Werdohl im Auswärtsspiel bei der SpVg Olpe erzielte, war der Jubel auch bei Trainer Alen Terzic unüberhörbar. „Aber für mich persönlich kam dieses Siegtor gar nicht so überraschend“, sagte der neue Coach des Fußball-Landesligisten nach dem Werdohler Coup beim Tabellenführer.

Tatsächlich passte es ins Bild, dass die FSV im Kreuzbergstadion nach packenden 90 Minuten das bessere Ende für sich hatte. „Die Mannschaft hat sehr fleißig gearbeitet, viel für die Kompaktheit getan, viel Druck auf die Offensivaktionen der Olper ausgeübt“, lobte Terzic seine Mannen, denen er darüber hinaus auch ein gutes Umschaltspiel attestierte.

Das Zauberwort des Iserlohners heißt Stabilität. Die hatte Terzic im Laufe der Vorbereitung versucht, in seine Elf bekommen. Und genau die war mutmaßlich ausschlaggebend dafür, dass die FSV trotz des unglücklich zustande gekommenen Rückstandes nicht aus dem Konzept geriet. Stattdessen benötigten die Gäste nur 120 Sekunden, um das 0:1 in eine 2:1-Führung zu verwandeln. Es folgte eine Phase, in der Werdohl dem dritten oder vierten Treffer näher war als Olpe dem 2:2-Ausgleich.

Der fiel erst nach knapp einer Stunde. Momente, in denen die SpVg ihre Wucht vor allem über die Außenpositionen entfaltete. „In dieser Phase kam von den Flügeln sehr viel Druck. Aber wir haben es geschafft, uns wieder zu befreien und für Entlastung zu sorgen“, analysierte Terzic.

Am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) stellt sich mit RW Hünsborn der Tabellenzweite im Riesei-Stadion vor – ein Team von ähnlichem Kaliber wie Olpe also. Ob dann ähnliche Mittel wie in Olpe zum Erfolg führen werden? Klar ist für Terzic zumindest: „Natürlich musst du dich einem Gegner wie Olpe und dessen Stärken ein bisschen anpassen. Die Spielidee für den vergangenene Sonntag ist komplett aufgegangen.“

Das wiederum sorgte im FSV-Lager für großen Jubel, verleitete den Trainer aber nicht dazu, einen Kurswechsel auszurufen. „Der Blick muss immer noch nach unten gehen. Wir haben ein Spiel gewonnen, mehr ist nicht passiert. Ein positives Ergebnis kann nicht die Zielsetzung verändern“, so der 34-Jährige, der zu Beginn des Jahres mit dem Auftrag „Klassenerhalt“ sein Amt angetreten hat.

Dem sind die Werdohler am Sonntag ein kleines Stückchen näher gekommen, auch wenn das bisherige Schlusslicht aus Hüsten in Attendorn seinen ersten Saisonsieg feierte. Und auch, wenn Terzic genau weiß: „Mit unseren 18 Punkten ist bislang noch niemand in dieser Liga geblieben.“ - Von Christian Müller

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