FSV-Trainer bleibt im Aufstiegsrennen sachlich

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Effizient vor dem Tor und taktisch enorm fleißig: Mit diesen beiden Attributen ließen die Werdohler um Kapitän Lukas Kessler (links) dem SV Hüsten 09 nicht den Hauch einer Chance.

Werdohl - Fast schon ein bisschen verwunderlich, wie sachlich sich Manuel Sander, Trainer der FSV Werdohl, nach außen gibt. Schließlich mischt sein Team nicht erst seit dem 5:1-Erfolg im Spitzenspiel beim SV Hüsten sensationell im Aufstiegskampf der Fußball-Landesliga mit.

„Wer zuletzt lacht, lacht am besten“, gibt sich der 32-Jährige cool. Ein kleines Versprechen für den Fall, dass es am Ende tatsächlich zum großen Wurf reichen sollte und die Werdohler den derzeit einen Punkt besser gestellten Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl noch abfangen sollten, lässt sich Sander dann aber doch abringen: „Wenn wir am Ende wirklich ganz oben stehen, dann bin ich selbst das größte Feiertier.“ 

Selbiges bleibt vorerst also noch im Wartestand. Denn entschieden ist im Titelrennen noch lange nichts. Das ist aus Sicht der FSV, des Abstiegskandidaten der vergangenen beiden Jahre, keine gute Nachricht. Sondern eine grandiose. 

Mit dem abgezockt herausgespielten und hochverdienten 5:1-Kantersieg in Hüsten am vergangenen Sonntag untermauerten die Werdohler einmal mehr, dass es in dieser Spielzeit schon einer außergewöhnlichen Leistung bedarf, um sie zu bezwingen. Das hängt vor allem nach der Winterpause auch damit zusammen, dass die Sander-Elf torgefährlicher geworden ist. 

Von ihren 58 Saisontoren haben die Lennetaler 20 – also mehr als ein Drittel – in den vergangenen vier Begegnungen erzielt. „In der Rückserie haben wir eine überragende Quote. Der Fitnesszustand spielt da eine wichtige Rolle. Bist du nicht fit, geht ein Stück weit die Konzentration flöten“, beschreibt der FSV-Trainer die Entwicklung. 

Hinzu kommt nach seiner Einschätzung, dass die Mannschaft schwer auszurechnen sei. Denn nicht nur die Torjäger Lukas Kessler und Muammer Topcu in vorderster Front kommen regelmäßig für Torerfolge in Frage, sondern auch die kopfballstarken Abwehrspieler wie der am Sonntag erkrankte Dennis Rattelsberger oder Marcus Brüll, die zentralen Mittelfeldmänner Julian Kroll und Faruk Cakmak als potenzielle Distanz- und Freistoßschützen oder die offensiven Außen Rejhan Zekovic und Kosta Sarris. 

A propos Sarris: Der Linksfuß hat enorm an Schlagkraft gewonnen, seit er in der Rückrunde die offensivere Position auf der linken Seite bekleidet. Zuvor war er meist in der Abwehrkette aufgeboten worden. „Er macht das überragend. Wir haben mit ihm in der Winterpause besprochen, dass wir für ihn noch eine etwas andere Rolle auf dem Schirm haben“, erläutert Sander – und bleibt weiter cool.

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