FSV Werdohl feiert souveränen Sieg in Hohenlimburg

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Am Boden, aber doch obenauf: Matthes Schröder (rechts) und die FSV Werdohl gerieten beim Auswärtsspiel in Hohenlimburg nach einem frühen 2:0-Vorsprung nie wirklich in Gefahr.

Hagen - Mitte der zweiten Halbzeit war die Hoffnung der Resignation gewichen. „Für uns ging hier schon nach fünf Minuten nichts mehr“, schimpfte ein Spieler des SV Hohenlimburg 10 – und erkannte damit die Überlegenheit der FSV Werdohl an, die am Sonntag diese Partie der Fußball-Landesliga mit 3:0 (2:0) gewann. 

Die Mannschaft von FSV-Trainer Manuel Sander machte sich zunutze, dass die Hagener in der Anfangsphase noch nicht richtig im Kirchenbergstadion angekommen waren. Die Werdohler lagen schon mit 2:0 in Führung, bevor das Team aus Hohenlimburg wusste, wie ihm geschehen war. 

Und das kam so: Marcus Brüll pflügte entschlossen durch den Strafraum der Gastgeber und wuchtete so schon nach wenigen Sekunden einen Eckball zum 0:1 ins Netz (1.). Weil der Wecker bei der Elf von SVH-Coach Marco Slupek aber immer noch nicht geklingelt hatte und sie eine brauchbare Flanke von FSV-Kapitän Lukas Kessler aus halbrechter Position nicht unterband, legte Werdohls Torjäger-„Oldie“ Muammer Topcu direkt das 0:2 (4.) nach. 

Slupeks Reaktion folgte prompt – er schickte den Lüdenscheider Angreifer Ewald Platt zum Warmmachen und wechselte diesen schließlich noch vor der Pause für den lethargisch wirkenden Außenspieler Gökhan Nezir ein (34.). Zuvor hatte Hohenlimburgs Trainer bereits das System umgestellt, hatte die anfangs verordnete Dreier- in einer Vierer-Abwehrkette verwandelt und den früheren Langenholthausener Spielertrainer Michael Erzen vom defensiven Mittelfeldzentrum zunächst in den Angriff, später auf die linke Seite beordert. 

Alles ohne Ertrag. Weil der Favorit aus dem Lennetal schlicht nicht aus der Ruhe zu bringen war durch das verhältnismäßig harmlose Ballgeschiebe der Hausherren, das selten bis gar nicht für Gefahr rund um den FSV-Strafraum sorgte. Mit dem frühen Vorsprung im Rücken spulten die Werdohler ihr Programm relativ souverän ab. Die letztlich doch eher verunglückte Direktabnahme von Vincenzo Porrello nach Zuspiel von Erzen (17.) war fast schon der gefährlichste Abschluss der Gastgeber. 

„Wir wurden zwar kalt erwischt, aber Werdohl war in allen Belangen überlegen“, musste Slupek später einräumen. Der einzige Vorwurf an die FSV: Dass sie sich mit dem 0:3 (70., direkt verwandelter Freistoß von Kessler) relativ lange Zeit ließ. „Wir haben fast nichts zugelassen, gehen als absolut verdienter Sieger vom Platz“, sagte Sander.

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