FSV Werdohl fährt Pflichtsieg in Meschede ein

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Nach dem Doppelpack von Faruk Cakmak (rechts, im Zweikampf mit Meschedes Ekrem Yavuzaslan) zum 0:3 und 0:4 war der Sieg der FSV Werdohl nur noch eine Frage der Höhe.

Meschede - Elf Tore in zwei Spielen: Fußball-Landesligist FSV Werdohl ist derzeit torhungrig. Eine Woche nach dem 6:1-Erfolg im Kreisderby gegen den BSV Menden gewannen die Schützlinge von Trainer Manuel Sander am Sonntag beim designierten Absteiger SSV Meschede verdient mit 5:0 (1:0).

Allerdings benötigten die Lennetaler, dank des neuerlichen Sieges nunmehr Tabellenzweiter, fast eine Halbzeit lang Anlaufzeit, ehe das sich tapfer wehrende Schlusslicht erstmals geknackt war. Allzu viel war den Gästen allerdings nicht vorzuwerfen. Sie taten sich schlicht schwer, im dichten Defensiv-Dickicht der Hausherren die Lücke zu finden, verpassten dann und wann den optimalen Zeitpunkt für den Abschluss. 

Vor allem Muammer „Bubi“ Topcu war nahe dran am Führungstreffer, brachte die Kugel nach einem Eckstoß aber unter Bedrängnis von zwei Meschedern nicht richtig unter Kontrolle (20.). 

Der SSV indes hatte reichlich damit zu tun, die Werdohler vom eigenen Kasten fernzuhalten. Wenn die Elf von Trainer-Rückkehrer Heiko Hofmann überhaupt mal am FSV-Strafraum auftauchte, dann oftmals nur durch Standardsituationen. So verfehlten zwei Freistöße aus gefährlicher Positionen (35., 45.+1) jeweils das Gehäuse von Werdohls Torwart Markus Grete. 

Bei der zweiten dieser beiden heißen Szenen lagen die Gäste allerdings schon mit 1:0 in Führung. Meschedes Schlussmann Andree Seidel und ein Abwehrspieler hatten Kosta Sarris nach Ansicht von Schiri Christian Reffelmann zu hartnäckig bedrängt, den folgenden Foulelfmeter verwandelte FSV-Kapitän Lukas Kessler zum 0:1 (44.). „Die Szene kam uns gelegen, das war der Dosenöffner“, urteilte Sander nach dem Abpfiff. 

Im zweiten Durchgang machten die Werdohler dann kurzen Prozess. Rejhan Zekovic ließ das Leder auf Topcu abtropfen, der vollendete trocken zum 0:2 (57.) – der Auftakt für den letztlich spielentscheidenden Zwischensprint der FSV. Faruk Cakmak hatte zweimal etwas zu viel Platz, nahm aus knapp 16 Metern jeweils mit seinem starken linken Fuß Maß und erhöhte auf 0:3 und 0:4 (60., 62.). 

Spätestens jetzt war der Außenseiter geschlagen und der Werdohler Erfolg nur noch eine Frage der Höhe. Die FSV schaltete einen Gang zurück, gestattete dem SSV ein paar wenige Halbchancen. Kurz vor Schluss konterten die Gäste noch einmal mit Tempo. Routinier Mehmet Bektas besorgte den 0:5-Endstand. 

SSV: Seidel – Walther, Kampschulte, Schütte, Teipel – Bayram, Yavuzaslam, Bergmann, Kilic (60. Tetzlaff) – Eickelmann, Demir 

FSV: Grete – Brüll, Rattelsberger (68. Aydin), Schröder, Maus – R. Zekovic, Kroll, Cakmak (64. Bektas), Sarris – Kessler (73. Orhan), Topcu 

Schiedsrichter: Reffelmann (Werl) 

Tore: 0:1 (44., Foulelfmeter) Kessler, 0:2 (57.) Topcu, 0:3 (60.) Cakmak, 0:4 (62.) Cakmak, 0:5 (87.) Bektas

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